Rekordumsatz sorgt für zufriedene Gesichter

ETERNA

ETERNA-Chef Henning Gerbaulet, Photo: ©ETERNA

Autor: Christoph Wiest

Die langfristige Finanzierung ist durch. Ein kräftiges Plus im Inland und Wachstum im Ausland geben dem Management um ETERNA-Chef Henning Gerbaulet viel Anlass zu Optimismus. Auch in diesem Jahr sollen sich die Geschäfte überdurchschnittlich gut entwickeln.

Die ETERNA Mode Holding GmbH, einer der führenden Anbieter von Hemden und Blusen, meldet für das zurückliegende Geschäftsjahr 2016 einen Rekordumsatz. Demnach steigerten die Passauer ihre Erlöse um 4,3 Prozent auf 101,7 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Mit einem Plus von 5 Prozent im Inland konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben weitere Marktanteile hinzugewinnen. Auch im Ausland geht es trotz Russlandkrise und BREXIT um 2,4 Prozent aufwärts. Wachstumstreiber seien vor allem die eigenkontrollierten Flächen gewesen, mit denen ETERNA erneut ein flächenbereinigtes Wachstum erzielt habe. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag mit 11,2 Millionen Euro auf Vorjahresniveau.

Henning Gerbaulet, geschäftsführender Gesellschafter der ETERNA Mode Holding GmbH, ist mit der Entwicklung absolut zufrieden: „Mit dem Rekordumsatz deutlich über Marktentwicklung haben sich unsere Erwartungen an das Jahr 2016 vollends erfüllt. Dies zeigt, dass die neu gestalteten Produktions- und Vertriebsprozesse, die Modernisierung der Kollektion und der Markenrelaunch Früchte tragen und wir gut positioniert sind, um dem Wandel im Modemarkt erfolgreich zu begegnen.“

Fortschritte bei der Finanzierung

Auch bei der Finanzierung hat das Unternehmen Fortschritte erzielt. ETERNA konnte die Nettoverschuldung per Dezember 2016 um 2,3 Millionen Euro (minus 4,4 Prozent) reduzieren. Damit verringerte sich die Nettoverschuldung im Zeitraum zwischen Januar 2013 und Dezember 2016 um 9,5 Millionen Euro (minus 16,4 Prozent). „Das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von minus 4,5 Millionen Euro (2015 minus 5,5 Millionen Euro) ist im Wesentlichen durch die planmäßige, aber nicht liquiditätswirksame Abschreibung auf den Firmenwert in Höhe von 6,4 Millionen Euro geprägt, der 2006 im Rahmen eines Leveraged Buyout angesetzt wurde. Bereinigt um die planmäßige Firmenwertabschreibung, resultiert ein deutlich verbessertes, positives Konzernergebnis von 1,9 Millionen Euro (0,9 Millionen Euro)“, so das Unternehmen.

Wachstum über dem Branchenschnitt erwartet

Inzwischen sei auch die Refinanzierung der Altanleihe 2012/2017, die über eine neue Anleihe sowie ein Schuldscheindarlehen frühzeitig gesichert wurde, endgültig abgeschlossen. Am 11. April 2017 sei der Rückzahlungsbetrag von 102 Prozent des Nennwerts der Schuldverschreibungen zuzüglich der aufgelaufenen Zinsen an die Inhaber der Altanleihe ausbezahlt worden. Mit Blick auf die langfristige Finanzierung ist Henning Gerbaulet optimistisch für das laufende Geschäftsjahr 2017: „Die neue Finanzierung verschafft uns durch einen geringeren Kapitaldienst mehr Spielräume, um weitere Investitionen in unsere Marke und Produkte zu tätigen. Zum einen wollen wir das Wholesale-Geschäft durch innovative Partnerkonzepte stärken, indem stationäre Produktangebote mit dem Online-Angebot verknüpft werden. Daneben ist es unser Ziel, durch Investitionen in digitale Konzepte das Like-for-like-Wachstum der eigenkontrollierten Flächen fortzusetzen und damit die Profitabilität je Store zu steigern. Wir sind überzeugt, dass unsere strategischen Maßnahmen sich auch im laufenden Geschäftsjahr positiv auf unser Geschäft auswirken werden.“ Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet das Management bei einem Umsatz- und Ergebniswachstum im unteren einstelligen Prozentbereich eine positive Unternehmensentwicklung, die über dem Schnitt des Gesamtmarktes liegen soll.