Ahlers AG: Neues Sparpaket

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80 Mitarbeiter betroffen

Der Aufsichtsrat und Vorstand der Herforder Ahlers AG haben umfangreiche Sparmaßnahmen mit dem Ziel der nachhaltigen Ergebnisverbesserung beschlossen. Das teilt das Unternehmen mit. Hintergrund ist die aktuelle Corona-Pandemie, die seit März europaweit mit umfangreichen Maßnahmen bekämpft wird. „Im Frühjahr 2020 wurden in vielen Ländern weitgehende Schließungen für den Bekleidungseinzelhandel verfügt. Auch nach der sukzessiven Wiedereröffnung seit Mai 2020 behindern Reisebeschränkungen und Maskenpflicht den Verkauf von Mode und führen zu stark rückläufigen Umsätzen im Einzelhandel, die auch durch den Anstieg des E-Commerce-Geschäfts nicht aufgefangen werden können. Dadurch wird weder in diesem noch im nächsten Jahr das Umsatzniveau des Jahres 2019 erreichbar sein“, schreibt das Unternehmen. Um die Kostensituation der niedrigeren Umsatzerwartung anzupassen, hat die Unternehmensführung umfangreiche Reorganisationsmaßnahmen beschlossen, die zu einem Personalabbau von rund 80 Mitarbeitern, davon etwa 65 in Herford, über alle Bereiche und Hierarchieebenen führen.

Neben einigen Einzelmaßnahmen zur Reorganisation umfasst das Sparpaket besonders die Verlagerung von Logistikleistungen sowie der Pionier Workwear Modellabteilung vom Standort Herford nach Polen. Die Logistik an der Bielefelder Straße in Herford wird noch bis zum 31. Mai 2021 weiter aktiv sein. Die Stellenreduzierung soll sozialverträglich und in konstruktiver Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretern umgesetzt werden. Vorbereitende Gespräche mit einigen Arbeitnehmergremien seien bereits aufgenommen. „Durch die Maßnahmen dürften die Personalkosten bis Ende des Geschäftsjahres 2022 signifikant zurückgehen und mit dem ab 2022 erwarteten Umsatzanstieg zur erheblichen Ergebnisverbesserung und Rückkehr zur Profitabilität beitragen. Für das Maßnahmenpaket dürften im Geschäftsjahr 2019/20 Rückstellungen in Höhe von etwa 3,5 Millionen Euro notwendig werden“, heißt es abschließend.