Weimar wird 700. Fairtrade-Town

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„Wichtigste Einkäufer im öffentlichen Raum“

Mit Weimar in Thüringen gibt es nun 700 Fairtrade-Towns in Deutschland, teilt die Organisation mit. „Globale Produktions- und Warenketten sind bis heute durch vielfältige Ungerechtigkeiten gekennzeichnet. Faire Lohn- und Arbeitsverhältnisse im globalen Süden sind ein moralischer und politischer Imperativ für uns alle“, sagt Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow. „Ich freue mich, dass die Stadt Weimar sich als Fairtrade-Town dieser zentralen Frage für unsere Weltgesellschaft annimmt.“

Seit über zehn Jahren können sich Städte und Kommunen in Deutschland in der Fairtrade-Towns-Kampagne engagieren. „Städte und Kommunen gehören zu den wichtigsten Einkäufern im öffentlichen Raum. Wenn sie soziale und ökologische Kriterien berücksichtigen, ändert das die Nachfrage am Markt gewaltig“, sagt Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von TransFair e.V. (Fairtrade Deutschland). Schätzungen zufolge geben Kommunen jährlich etwa 175 Milliarden Euro für die Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen aus. Das mache sie zu unverzichtbaren Partnern – auch bei der Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Developement Goals, SDGs). Mittlerweile lebt den Angaben zufolge über die Hälfte der Deutschen in einer Fairtrade-Stadt.