h. moser Bekleidung: Sanierungsplan angenommen

Kathrin und Sebastian-Proft ©h. moser

Gläubiger stimmen zu

Die Salzburger h. moser Bekleidung Ges.m.b.H. will in Kürze ihre Sanierung in Eigenverwaltung abschließen, nachdem die Gläubigerversammlung am 5. Juli in Salzburg dem Sanierungsplan der Geschäftsführung zugestimmt hat. Das teilt das Unternehmen mit. Zum April hatte die h.moser Bekleidung Ges.m.b.H. Antrag auf Sanierung in Eigenverwaltung gestellt. „Wir haben in sehr kurzer Zeit einen trag- und zukunftsfähigen Plan für h.moser in die Tat umgesetzt, sind während der gesamten Sanierungsphase operativ geblieben und starten jetzt mit einem Kernteam“, sagt Kathrin Proft, geschäftsführende Gesellschafterin der h.moser Bekleidung Ges.m.b.H.

Im Juli 2019 hatte die Familie Proft das Salzburger Unternehmen nach eigenen Angaben mit umfangreichen vertraglichen Verpflichtungen übernommen, nachdem die Familie Moser beschlossen hatte, den Geschäftsbetrieb einzustellen. Kathrin und Sebastian Proft, hätten zwar Maßnahmen für einen Neustart ergriffen, allerdings habe die Corona-Pandemie für einen jähen Stopp gesorgt. Durch die Corona Maßnahmen der deutschen und österreichischen Regierungen, die anhaltenden Geschäftsschließungen und das Verbot der Feier von privaten und gesellschaftlichen Anlässen seien die geplanten Umsätze nicht zu erreichen gewesen, heißt es weiter.

Nach Abschluss der Sanierungsphase verfügt das Unternehmen noch über ein  12 Mitarbeiter starkes Team. „Nach Abschluss der Sanierung können wir diesen Zukunftskurs fortsetzen, das Vertrauen der Gläubiger ist ein weiterer Beweis für uns, dass h.moser zukunftsfit ist“, sagt Sebastian Proft. Noch im Sommer will h. moser seinen eigenen Onlinestore freischalten. Nachdem das Ehepaar 2013 Kathrin Profts Familienbetrieb Dollinger mit 16 Filialen in Deutschland und Österreich übernommen hatte, haben die beiden 2017 die insolvente Tiroler Walkmanufaktur Stapf übernommen. h. moser Bekleidung Ges.m.b.H. ist unabhängig von Moser Trachten und den drei Einzelhandelsgeschäften der Familie Moser, vormalige Besitzer der Marke h. moser. Ebenso hat das Unternehmen keinerlei Verbindungen zu der bayerischen Trachtenmarke MOSER.