HUGO BOSS: Umsatz- und Ergebnissprung im zweiten Quartal

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Deutliche Zuwächse für das Gesamtjahr erwartet

Der Metzinger Konzern HUGO BOSS AG kann von der Erholung des globalen Geschäfts im zweiten Quartal 2021 spürbar profitieren. Die Metzinger melden eine deutliche Steigerung von Umsatz und operativem Ergebnis. Auf vorläufiger Basis legte der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum währungsbereinigt um 133 Prozent zu. Auch in Konzernwährung haben sich die Umsätze im Berichtszeitraum mehr als verdoppelt. Sie sprangen um 129 Prozent auf 629 Millionen Euro. Im Vergleich zum zweiten Quartal des Jahres 2019 liegt der Umsatzrückgang währungsbereinigt bei noch 4 Prozent. Dabei zogen die währungsbereinigten Umsätze in allen Regionen an. In Europa liegt das Plus bei 130 Prozent, in Amerika sogar bei 416 Prozent. In der Region Asien/Pazifik kletterten die Erlöse um 51 Prozent. Im Zweijahresvergleich liegen die währungsbereinigten Umsätze in Europa und Amerika 4 Prozent beziehungsweise 5 Prozent unterhalb des Niveaus von 2019. In der Region Asien/Pazifik liegt das Umsatzminus bei 3 Prozent. Auf dem chinesischen Festland setzten die Metzinger im Vorjahresvergleich um 28 Prozent und im Zweijahresvergleich 33 Prozent mehr um.

Auch nach Vertriebswegen liegen die Umsätze deutlich im Plus (eigener Einzelhandel +124 Prozent, Wholesale +170 Prozent). Im Zweijahresvergleich liegt das Umsatzminus bei 5 Prozent (eigener Retail) beziehungsweise 2 Prozent (Wholesale). Das eigene Online-Geschäft, das zum eigenen Einzelhandel gezählt wird, konnte währungsbereinigt um 27 Prozent und in der Zweijahressicht um 122 Prozent zulegen. Damit kommt das Unternehmen beim Quartalsgewinn (EBIT) aus den roten Zahlen. Dieser stieg von minus 250 Millionen Euro auf nunmehr 42 Millionen Euro. Außerdem wirke sich immer noch das „strikte Kostenmanagement“ aus. Darüber hinaus sind auch nicht wiederkehrende negative Effekte aus der Bestandsbewertung und aus Wertminderungen in das Ergebnis eingeflossen.

Trotz der Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem weiteren Verlauf der Pandemie prognostiziert das Management, dass der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2021 währungsbereinigt um 30 Prozent bis 35 Prozent steigen soll. Dazu sollen alle Regionen beitragen. Das EBIT soll zwischen 125 Millionen Euro und 175 Millionen Euro liegen (Vorjahr: -236 Millionen Euro). Die endgültigen Ergebnisse des zweiten Quartals 2021 werden am 4. August veröffentlicht. Dann will der Vorstand auch seine künftigen strategischen Prioritäten und Ziele bekanntgeben.