Asos legt Gehaltsgefälle nach ethnischer Zugehörigkeit offen

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Führungskräfte unterrepräsentiert

Asos hat zum ersten Mal Daten zum ethnischen Gehaltsunterschied veröffentlicht. Vermutlich ist es der erste große Modehändler, der dies tut, schreibt die britische Retail Gazette. Gesetzliche Vorschriften gebe es in UK nicht, diese Zahlen zu veröffentlichen, aber das Unternehmen sei bestrebt, transparenter zu werden. Demnach stellen Mitarbeiter aus ethnischen Minderheiten zwar 19 Prozent der Belegschaft, aber nur 7 Prozent der Führungspositionen. Die Daten zeigten zwar, dass der Medianlohn für Mitarbeiter ethnischer Minderheiten bei Asos im Vergleich zu ihren weißen Kollegen um 5,9 Prozent höher ist, was einem Anstieg von 21,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dennoch gab es gegenüber ihren weißen Kollegen einen negativen Median-Lohnunterschied von 13,4 Prozent für schwarze britische Arbeitnehmer und 14,1 Prozent für Menschen verschiedener ethnischer Gruppen. „Der wichtigste Grund für diese Lücken ist die Unterrepräsentation von ASOS-Angehörigen ethnischer Minderheiten auf Führungsebene sowie die ungleiche Vertretung verschiedener ethnischer Minderheiten in verschiedenen Funktionen“, kommentiert das Unternehmen das Ergebnis. Der Einzelhändler will die Zahl von Führungskräften aus ethnischer Minderheiten innerhalb von zwei Jahren verdoppeln und bis 2023 einen Anteil von 15 Prozent erreichen.

„Wir veröffentlichen unser Gehaltsgefälle nach ethnischer Zugehörigkeit zusammen mit unserem geschlechtsspezifischen Gehaltsgefälle, weil wir glauben, dass dies ein wichtiger Schritt ist, um die Vertretung ethnischer Minderheiten bei Asos und der gesamten Branche zu verstehen und zu verbessern“, sagt Nick Beighton, CEO von Asos. Obwohl das Unternehmen in den letzten 12 Monaten in einigen Bereichen erhebliche Verbesserungen erzielt habe, wisse man, dass noch ein langen Weg zu gehen sei. Der Bericht von Asos zeigte auch, dass das geschlechtsspezifische Lohngefälle 32,3 Prozent beträgt, gegenüber 30,6 Prozent zuvor. Auch hier sei die Unterrepräsentanz von Frauen in höher bezahlten Positionen in der Führung und in der Technologie ausschlaggebend. Zudem sei der Anteil von Frauen in Einstiegspositionen in Kundenbetreuungs- und Vertriebsteams recht hoch.