Ladenbau: Handel investiert

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Verbandsumfrage

Bei der vierten Umfrage in diesem Jahr zur Lage der Branche melden die Mitgliedsunternehmen des Deutschen Ladenbau Verbands (DLV) eine „erfreulich hohe Auslastung“, teilt der DLV mit. Der Investitionswille des Handels sei spürbar gestiegen. Materialknappheit, hohe Rohstoffpreise und fehlende Handwerker auf den Baustellen trübten allerdings die Stimmung. Die durchschnittliche Auslastung in der Produktion lag im Befragungszeitraum August/September bei den Ladenbauern bei 98 Prozent, bei den Zulieferunternehmen bei 91 Prozent. Einige Firmen seien sogar über 100 Prozent  ausgelastet. Insgesamt habe sich damit die Lage wieder normalisiert.

Massive Probleme bestünden hingegen bei den Lieferketten. Fehlende einzelne Komponenten, etwa Chips oder Halbleiter für die Leuchten-Industrie, weiterhin sehr hohe Preise für Rohstoffe oder Frachtcontainer und Lieferengpässe bei Standardmaterialien machten der Branche zu schaffen. Auch sei der Fachkräftemangel inzwischen zu spüren. Bei der Frage zur Investitionswilligkeit des Handels berichten insbesondere die Ladenbauer von einer erfreulichen Entwicklung. 32 Prozent der teilnehmenden Firmen merken eine große Investitionstätigkeit, 41 Prozent der befragten Unternehmen beobachten nach dem schwierigen vergangenen Jahr eine Normalisierung. Nur noch 27 Prozent klagen über eine eher verhaltene Stimmung im Retail für Ladenbau. Und: Rund 80% der DLV-Unternehmen beschäftigen sich bereits mit Nachhaltigkeit im Unternehmen, etwa 12 Prozent starten gerade damit.