Studie: Black Friday ist zurück

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Reiz des Neuen ist weg

Der aktuelle Global Black Friday Forecast der Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners zeige, dass nach der Corona-bedingten leichten Flaute in der Shoppinglust der Konsumenten 2020 der Black Friday dieses Jahr seine bisherige Beliebtheit wieder erreichen wird, teilen die Unternehmensberater mit. So planten Konsumenten ihre Einkäufe für den Black Friday wieder längerfristiger im Voraus und sind mit durchschnittlich 239 Euro geplantem Budget wieder so ausgabefreudig wie im Jahr 2019 (242 Euro).

69 Prozent der Befragten sagen, Hauptgrund am Black Friday zu shoppen, sei die Aussicht auf Schnäppchen. Dabei erwartet der Großteil der Befragten einen Rabatt zwischen 10 Prozent und 25 Prozent; nur ein Drittel rechnet mit Rabatten zwischen 26 Prozent und 40 Prozent. „Damit ist das von Konsumenten erwartete Discount-Niveau seit 2017 relativ konstant geblieben. Das überrascht positiv – zeigt es doch, dass der Einzelhandel in Deutschland es bisher gut geschafft hat, keine überzogene Rabatt-Erwartung der Konsumenten zu schüren – trotz der widrigen Umstände durch die Pandemie“, sagt Nina Scharwenka, Partner bei Simon-Kucher und Partners.

Mit Blick auf die Vorlieben und Wünsche stechen der Studie zufolge zwei Gruppen von Verbrauchern hervor: Die „Convenience-Seeker“, die gerne online shoppen, hier aber deutliches Verbesserungspotenzial sehen, und die „Experience-Seeker“, die angeben beim Black Friday spezielle Produkte und ein einmaliges Kauferlebnis schätzen.

Zwar sei der Black Friday in Deutschland zu 100 Prozent bekannt (Cyber Monday: 80 Prozent) und knapp die Hälfte der Konsumenten plane auch Einkäufe während dieser Shopping-Tage, aber gerade bei Jüngeren zeige sich eine gewisse „Black-Friday-Müdigkeit“: So geben 43 Prozent der Generation Z (Jahrgänge circa ab 1997) als Grund für weniger Interesse an, vom Black Friday „gelangweilt“ zu sein. „Der Handel muss sich Gedanken machen, wie er diese Gruppe erreichen kann“, sagt Scharwenka. Alternative Shopping-Tage wie der Singles’ Day, der ursprünglich aus China kommt und in Deutschland überwiegend nur für die GenZ ein Begriff ist, würden zum Beispiel neues Potenzial bieten.