Messen abgesagt

Frankfurt Fashion Week

Die Messen der Frankfurt Fashion Week wurden auf den Sommer 2022 verschoben. ©Frankfurt Fashion Week

Autor: Markus Oess
Die pandemische Lage hat sich zusehends mit der Ausbreitung der Omikron-Variante weltweit verschärft. Inzwischen ist auch hierzulande das Virus längst angekommen. Nun befürchten Experten, dass die fünfte Welle sich zu einem Tsunami aufbauen und Deutschland an den Rand des Kollaps bringen könnte. Schon in wenigen Wochen wird auch hier Omikron die dominierende Virusvariante sein. Nach Weihnachten werden auf Anraten des Expertenrates der Bundesregierung weitere Kontaktbeschränkungen umgesetzt. Für viele Experten reichen die nicht aus und auch ein harter Lockdown ist nicht vom Tisch. Nun haben die Veranstalter der Frankfurt Fashion Week und deren Messen die Reißleine gezogen. PREMIUM, SEEK, FASHIONTECH Konferenz sowie das Preview zum Modefestival THE GROUND, ebenso wie die Neonyt und Val:ue, wurden abgesagt.  Showcases, Vernissagen, Installationen und Ausstellungen können nach aktuellem Stand auf der Basis von 2G und 2G+ Konzepten weiterhin durchgeführt werden. Konferenzen, Talks und Panels werden teilweise in reduzierter, hybrider Form realisiert.

Aufgrund der pandemischen Entwicklungen und des Beschlusses von Bund und Ländern auf der Ministerpräsidentenkonferenz vom 21. Dezember können Großveranstaltungen und damit auch die Formate PREMIUM, SEEK, FASHIONTECH Konferenz sowie das Preview auf das Modefestival THE GROUND im Januar 2022 nicht wie geplant in Frankfurt am Main stattfinden. Das teilt die Premium Group, Berlin mit. Auch die Messe Frankfurt sagt die Neonyt und Val:ue ab. Neben dem Fehlen einer regulatorischen Grundlage hätten die Auswirkungen der anhaltenden Pandemie und der Ausbreitung des Coronavirus sowie die besorgniserregenden Entwicklungen um die neue Virusvariante Omikron eine sichere Durchführung der Veranstaltungen im Januar unmöglich gemacht. Dazu sorgen zum Teil bereits in Kraft getretene Lockdowns in europäischen Nachbarländern sowie Reisebeschränkungen, Quarantänevorschriften und die insgesamt volatile Situation für Unsicherheit. „Wir möchten uns an dieser Stelle bei unseren Kunden, Partnern und Freunden für die Verbundenheit bedanken. Bitte lasst euch impfen und bleibt gesund“, sagt Anita Tillmann, geschäftsführende Gesellschafterin der Premium Group in einer kurz gehaltenen Mitteilung.

Bedürfnis nach persönlichen Austausch

Auf die Entwicklungen des aktuellen Pandemiegeschehens habe ein Großteil der auf den Messen ausstellenden und besuchenden Unternehmen bereits jetzt mit Reise- und Messebesuchsverboten aus Gründen der Fürsorgepflicht gegenüber ihren Mitarbeitenden sowie zum Schutz vor gesundheitlichen Risiken, heißt es dazu aus Frankfurt. Dennoch wollen die Organisatoren der Frankfurt Fashion Week ein ausgewähltes Programm mit persönlichen Begegnungsformaten im coronakonformen Rahmen vor Ort in Frankfurt erarbeiten. „Wir spüren das ausgeprägte Bedürfnis der Branche nach persönlichen Begegnungen. Wir sind daher davon überzeugt, dass wir mit den Showcases, Events und Konferenzen, die wir im Januar anlässlich der Frankfurt Fashion Week in dem Umfang realisieren, wie er dann coronakonform möglich sein wird, ein positives Signal des Aufbruchs aus Frankfurt senden werden“, sagt Olaf Schmidt, Vice President Textiles und Textile Technologies der Messe Frankfurt.

Showcases, Vernissagen, Installationen und Ausstellungen könnten nach aktuellem Stand auf der Basis passgenauer 2G und 2G+ Konzepte im Rahmen der Frankfurt Fashion Week weiterhin durchgeführt werden. Konferenzen, Talks und Panels würden teilweise in reduzierter, hybrider Form realisiert. Weitere Informationen zum Programm der Showcases, Events und Konferenzen gibt es unter www.frankfurt.fashion.