Pitti Uomo: 29 deutsche Brands

Antonio Cristaudo ©Pitti Uomo

Ausstellerplus

„Bislang sind 29 deutsche Brands für die Pitti Uomo 102 bestätigt, im Januar 2022 waren es 20“, sagt Antonio Cristaudo, Chief Commercial and Development Officer auf FT-Anfrage. „Interessant ist, dass deutsche Brands vor allem in der Sektion „Fantastic Classic“ vertreten sind, aber auch in ‚Futuro Maschile‘ ( Zukunft Männer ), die immer mehr zu einer ‚Brückensektion‘ wird, die sich mit zeitgenössischer Klassik, aber auch mit Recherche beschäftigt“, sagt Cristaudo weiter. Bei dieser Sommerausgabe wird es sowohl bekannte Rückkehrer wie zum Beispiel M5, F.Hammann und Baldessarini geben. Baldessarini wird unter anderem eine größere Veranstaltung in der Stadt während der Pitti-Tage organisieren. Auch Ucon Acrobatics kehrt mit Rucksäcken im minimalistischen Design zurück. Es kommen aber auch neue Marken wie Desoto, Tru-Virtu und AER, eine Marke für nachhaltige Haushaltsprodukte.

„Die Unternehmen finden auf der Pitti einen frischen internationalen Wind, und das ist meiner Meinung nach, der Hauptgrund für ihre Präsenz. In Florenz gelingt es ihnen, mehr Märkte zu treffen – Europa, die Vereinigten Staaten und seit dieser Ausgabe auch wieder Asien – alle internationalen Akteure kommen auf der Pitti Uomo zusammen. Und ich spreche nicht nur von den Käufern, sondern auch von der gesamten Mode-Community und den Insidern, zu denen auch die Presse und die ganze Welt der Influencer gehört, die heute für die Unternehmen immer wichtiger wird. So erreichen die Unternehmen in einem einzigen Einsatz mehrere Ziele, sowohl in Bezug auf den Markt als auch auf die Kommunikation, da sie über ein grundlegendes Netzwerk von Insidern in verschiedenen Bereichen verfügen, das einzigartig ist“, sagt Cristaudo zu den Motiven der Marken, sich in Florenz zu präsentieren.

Der Manager sieht vor allem in der Digitalisierung eine wichtige Neuerung, die in der Pandemie weiter an Fahrt aufgenommen hat. Aber: „Jetzt sind wir wieder in die Realität zurückgekehrt, und die Käufer wollen wieder an Live-Ausstellungen teilnehmen, um sich auszutauschen und zu treffen. Wenn wir also davon überzeugt sind, dass das digitale die physische Erfahrung der Messe nicht ersetzen kann und wird, wird es von nun an sicherlich ebenso notwendig sein, es wird die Erfahrung und Expertise auf dem Feld der Digitalisierung vor Ort ergänzen. Für uns ist Pitti Connect genau das: ein Service, den wir Unternehmen und Einkäufern anbieten, die oft weniger Zeit haben und die Messe vor ihrer Ankunft in Florenz erkunden wollen“, sagt Cristaudo. So hätten die Besucher vor der Messe die Möglichkeit, Unternehmen zu digital zu entdecken, um sich für Florenz vorzubereiten. Die meisten Marken seien von der Notwendigkeit überzeugt, „nicht nur die physischen Kollektionen nach Florenz zu bringen, sondern auch das Bild- und Kommunikationsmaterial auf unsere Plattform hochzuladen, um auch auf dem digitalen Kanal eine gute Präsenz zu schaffen“, so der Manager. „Viele Unternehmen haben sich in diesem Bereich strukturiert, haben jetzt einen digitalen Ansprechpartner und haben erkannt, dass es sich um eine wichtige Dienstleistung handelt, die viele Möglichkeiten bietet und die es auszuschöpfen gilt. Und darüber sind wir, die wir seit Jahren auch im digitalen Bereich tätig sind, sehr froh.“