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Ahlers AG erholt sich weiter

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Bestätigt

Die Herforder Ahlers AG hat im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres dank der Lockerungen der Corona-Restriktionen den Umsatz um 35 Prozent gesteigert, teilt das Unternehmen mit. Vor allem die niedrige Vorjahresvorlage und die Lockerung der pandemiebedingten Eindämmungsmaßnahmen führten im ersten Quartal (Dezember 2021 – Februar 2022) gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (22,4 Millionen Euro) zu einer Umsatzsteigerung von 58 Prozent. Im zweiten Quartal 2021/22 konnte ein Umsatzzuwachs von 22 Prozent auf 44,9 Millionen Euro gegenüber dem Vergleichszeitraum hereingeholt werden. Allerdings macht sich inzwischen eine allgemeine Kaufzurückhaltung durch den Kriegsbeginn Ende Februar 2022 in der Ukraine sowie der damit einhergehenden massiven Verteuerung von Energie bemerkbar. Auch führte die anhaltende Lieferkettenproblematik dazu, dass die Ware spät zu den Kunden kam und daher kaum Nachgeschäft generiert werden konnte. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021/22 liegt der Umsatzanstieg bei 21 35,4 Prozent auf 80,3 Millionen Euro und damit unter den Erwartungen.

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Im ersten Halbjahr hat der eCommerce knapp 21 Prozent Umsatz verloren und zwar die eigenen Online-Shops und das Marktplatzgeschäft gleichermaßen. Zusammengenommen betrug der Anteil des eCommerce am Gesamtumsatz 8,6 Prozent. Dies ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 14,4 Prozent, aber ein Zuwachs gegenüber der Vor-Coronazeit (Umsatzanteil 5,6 Prozent). Die flächenbereinigten Umsätze des eigenen Retails liegen mit einem Plus von 65 Prozent deutlich oberhalb der allgemeinen Geschäftsentwicklung und konnten die fehlenden Online-Umsätze kompensieren. Unterm Strich kletterte der Anteil des eigenen Retails am Gesamtumsatz auf 16,2 Prozent (Vorjahr 13,2 Prozent).

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Im ersten Halbjahr des vorigen Geschäftsjahres brachten vor allem die staatlichen Überbrückungshilfen hohe Sondererträge. Hinzu kam der Sonderertrag aus dem Verkauf einer nicht mehr betriebsnotwendigen Immobilie. Im ersten Halbjahr des Berichtsjahres flossen indessen 8 Millionen Euro weniger Sondererträge. Dadurch verschlechterte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern im ersten Geschäftshalbjahr 2021/22 von -4,9 Millionen Euro auf -6,1 Millionen Euro. Insgesamt sank das Konzernergebnis gegenüber dem Vorjahreswert um 45,3 Prozent auf -6 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote lag am 31. Mai 2022 bei 42,9 Prozent (Vorjahr 47,2 Prozent).

Der Vorstand bestätigt die im Geschäftsbericht 2020/21 veröffentlichte Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr. Dies allerdings mit 180 Millionen Euro Umsatz am unteren Prognoserand. Die Trends des ersten Halbjahrs würden sich wahrscheinlich auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen: Steigende Inflation und massive Erhöhung der Energiepreise sorgten für ein anhaltend anspruchsvolles Branchenumfeld. Der Vorstand ist gleichwohl vorsichtig optimistisch, dass die Umsatzeinbußen im zweiten Halbjahr teilweise aufgeholt werden können. Das operative Ergebnis vor Sondereffekten (EBIT vor Sondereffekten) sollte sich auf einen niedrigen einstelligen negativen Millionenbetrag verbessern (2020/21:-13,8 Millionen Euro). Der Vorstand erwartet ein Konzernergebnis am unteren Prognoserand von -5 Millionen Euro.