Alibaba: Chinas Touristen kommen

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Konsumschub

Alvin Liu, President von Alibaba’s B2C Retail Business Group, rechnet nach der Kehrtwende von Chinas Corona-Politik und dem Wegfall der Reisebeschränkungen mit einem regelrechten Ansturm chinesischer Touristen auf insbesondere westliche Destinationen. Die Rückkehr des quarantänefreien Reisens werde chinesischen Reisenden die Möglichkeit zurückgeben, ausländische Marken zu entdecken. „Wenn China wieder öffnet, werden chinesische Touristen wieder in Europa und Japan sein und mehr lokale Produkte erkunden“, sagt Liu.

Bevor die Pandemie den internationalen Reiseverkehr abrupt unterbrach, stiegen die chinesischen Abflüge im Jahr 2019 auf über 154,6 Millionen, gegenüber 10,5 Millionen im Jahr 2000, zitiert Alibaba in seinem Newsletter die Weltbank. Es gehe um viel Geld. Laut Euromonitor International, beliefen sich die Konsumausgaben der chinesischen Touristen im im Ausland im Jahr 2019 auf 54,7 Milliarden US-Dollar. Das wirke sich auch auf den Konsum in China selbst aus. „Wir arbeiten mit unseren Partnern zusammen, um eine neue Art der Customer Journey zu entwickeln, die sowohl online als auch offline ist“, sagt Liu weiter. Über

könnten Marken und Händler ohne Niederlassungen in China tätig werden. Globale Marken hätten allen Grund zum Optimismus. Die Nachfrage nach internationalen Produkten auf dem chinesischen Markt sei während der Pandemie weiter gewachsen. Die Importe von Konsumgüter stiegen im Jahr 2021 um fast 19 Prozent auf 1,73 Billionen RMB (248 Milliarden US-Dollar) und legten im ersten Halbjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um weitere 11,1 Prozent auf 1 Billion RMB zu.