Burberry: Umsatz hoch, Gewinn runter

©Burberry

Bilanz

„Wir haben im Hinblick auf unsere strategischen Ziele gute Fortschritte gemacht und unsere Prioritäten zügig umgesetzt. Mit der Einführung unserer Winterkollektion 2023 im September, die das erste Mal von Daniel Lee entworfen wurde, haben wir unserer neuen kreativen Vision weiteren Schwung verliehen. Auch wenn das makroökonomische Umfeld in letzter Zeit anspruchsvoller geworden ist, sind wir zuversichtlich, dass wir mit unserer Strategie unser Potenzial als moderne britische Luxusmarke ausschöpfen werden, und wir sind weiterhin bestrebt, unsere mittel- und langfristigen Ziele zu erreichen“, sagt Jonathan Akeroyd, Vorstandsvorsitzender der BURBERRY GROUP bei Vorlage der Halbjahreszahlen für das laufende Geschäftsjahr (30. September 2023).

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Zwar legte der Umsatz im ersten Halbjahr um 4 Prozent auf 1,40 Milliarden GBP (1,61 Milliarden Euro) zu, doch sank der operative Gewinn um ganze 15 Prozent auf 223 Millionen GBP. Im eigenen Retail ging es um 6 Prozent auf 1,24 Milliarden GBP nach oben. Der Wholesale verlor indes 8 Prozent (241 Millionen GBP). Das Unternehmen hebt hervor, dass es in den Kernkategorien Oberbekleidung und Lederwaren derzeit gut laufe. Die Verkäufe vergleichbarer Oberbekleidungsgeschäfte stiegen im ersten Halbjahr um 21 Prozent und im zweiten Quartal um 10 Prozent. Die Filialumsätze mit Lederwaren stiegen im ersten Halbjahr um 8 Prozent und im zweiten Quartal um 3 Prozent. Im zweiten Quartal stiegen die vergleichbaren Filialumsätze um 1 Prozent, wobei die Region EMEIA ein Plus von 10 Prozent hereinholte. Asien-Pazifik legte um 2 Prozent zu, Amerika verlor hingegen 10 Prozent.

Auch habe das Management kontinuierlich in den Vertrieb beziehungsweise in die Eröffnung oder Renovierung von 33 Filialen investiert und die Website auf Vordermann gebracht. Zudem schaffte man Effizienzsteigerungen in der gesamten Wertschöpfungskette im Hinblick auf Produktverfügbarkeit, pünktliche Lieferung und Wiederverwendung von Materialabfällen. Auch wurde die Lieferkette durch die Übernahme einer Produktionsstätte für Oberbekleidung in Italien Anfang Oktober gestärkt. Der Aktienrückkauf im Wert von 400 Millionen GBP wurde Ende Oktober abgeschlossen. Burberry schüttet eine Zwischendividende aus, kappt aber die Prognose für das Gesamtjahr. „Der weltweite Rückgang der Luxusnachfrage wirkt sich auf den aktuellen Handel aus. Wenn die schwächere Nachfrage anhält, ist es unwahrscheinlich, dass wir unsere zuvor genannte Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2024 erreichen können. In diesem Zusammenhang würde der bereinigte Betriebsgewinn am unteren Ende der aktuellen Konsensspanne liegen (552 Millionen GBP bis 668  Millionen GBP)“, heißt es weiter.

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