Gescheitert
Der Menswear-Händler Theo Wormland GmbH wird den Geschäftsbetrieb einstellen und allen Mitarbeitenden kündigen. Grundlage ist die Entscheidung des vorläufigen Gläubigerausschusses im laufenden Insolvenzverfahren. Gemeinsam mit dem vom Gericht bestellten vorläufigen Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Stephan Michels, hatte das Unternehmen einen Investorenprozess aufgesetzt. Die Durchführung übernahm die Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner. Zwar gingen mehrere Angebote ein, diese waren jedoch nicht annahmefähig, heißt es in einer Mitteilung. Ausschlaggebend war die ungeklärte Mietsituation. Nach Angaben aus dem Verfahren kam es weder für alle noch für einzelne Standorte zu Einigungen zwischen Investoren und Vermietern. Die vorgelegten Angebote waren deshalb an Bedingungen geknüpft, die bei einer Fortführung zu hohen Verlusten geführt hätten. Dieses Risiko hätten die Gläubiger tragen müssen.
Das Amtsgericht Osnabrück eröffnete das Insolvenzverfahren am 28. Januar 2026. Die acht bestehenden Filialen werden nicht wieder geöffnet. Ausnahmen bilden Hannover und Oberhausen, wo Warenbestände abverkauft werden sollen. Rund 250 Mitarbeitenden sowie den Vermietern der Ladenflächen wird gekündigt. Ein Abwicklungsteam organisiert die Schließung. Sollten sich bestehende oder neue Interessenten doch noch mit Vermietern einigen, sind Gespräche zur Übernahme einzelner Standorte weiterhin möglich.
