Insolvenzplan
Gut ein halbes Jahr nach Verfahrensbeginn schließt der europäische Discounter Pepco N.V. (zusammen mit Tochtergesellschaften die „Pepco Group“) die Restrukturierung seiner deutschen Tochtergesellschaft Pepco Germany GmbH ab. Wie das Unternehmen mitteilt, hat die Gläubigerversammlung am 14. Januar 2026 dem Insolvenzplan einstimmig zugestimmt. Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg bestätigte den Plan rechtskräftig. Das im Juli 2025 beantragte und am 1. Oktober 2025 eröffnete Eigenverwaltungsverfahren endet damit zum 28. Februar 2026.
Operativ wurde das Filialnetz von 64 auf 36 Standorte reduziert. Die Zahl der Beschäftigten sank von 500 auf rund 350 Mitarbeitende. Pepco bietet Bekleidung und weitere Handelswaren für die Familie im Preiseinstiegssegment an. Nach Abschluss des Verfahrens beendet Sanierungsgeschäftsführer Christian Stoffler (Gerloff Liebler Rechtsanwälte) planmäßig sein Mandat. Die Geschäftsführung besteht künftig aus Daniel Blaumann, Jorge Gervasi, COO Westeuropa, und Ľubica Poláková, Leiterin Finanzwesen. „Pepco Germany ist ein Musterbeispiel für eine schnelle und effektive Sanierung in Eigenverwaltung“, sagt Stoffler. Nun seien die Voraussetzungen geschaffen, um in Deutschland neu zu starten.

