Stimmungsbarometer zeigt nach oben

SHIFT Frankfurt

Thiemo Schwenzfeier; Showdirector der SHIFT Frankfurt, will in den kommenden Wochen ausreichend verbindliche Anmeldungen einsammeln, um mit voller Planungssicherheit auf den Termin am 1. und 2. Juli hinzuarbeiten. alle Bilder: ©FT

Autor: Markus Oess

Mit einer Sneak Peek in der Offenbacher Eventlocation FREDENHAGEN Anfang März hat das Team der SHIFT Frankfurt konkretere Einblicke in das neue Messeformat gegeben. Die Rückmeldungen aus Handel, Marken und Agenturen fließen nun in die weitere Ausarbeitung des Konzepts ein.

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Die neue Branchenplattform SHIFT Frankfurt nimmt damit weiter Gestalt an. Anfang März lud das Organisationsteam zu einer Sneak Peek in die Location FREDENHAGEN in Offenbach. Marken, Händler, Agenturen und weitere Branchenvertreter konnten sich dort erstmals ein Bild von Konzept, Aufbau und Atmosphäre der geplanten Veranstaltung machen. Die Präsentation diente vor allem dazu, das neue Format frühzeitig mit der Branche zu spiegeln. Gezeigt wurden unter anderem mögliche Standbauvarianten in unterschiedlichen Größen sowie erste Lichtinstallationen. Ziel war es, Transparenz zu schaffen und Rückmeldungen aus dem Markt einzuholen.

©FT

Parallel wurde auch der Termin der Messe angepasst. Die SHIFT Frankfurt findet nun am 1. und 2. Juli 2026 statt. Ursprünglich war die Veranstaltung für den 24. und 25. Juni vorgesehen. Die Verschiebung erfolgte nach Gesprächen mit Branchenvertretern, insbesondere, um dem DOB-Segment mehr zeitlichen Spielraum innerhalb der Orderrunde zu geben. Show Director Thimo Schwenzfeier beschreibt die Sneak Peek als wichtigen Schritt im Entwicklungsprozess der Veranstaltung: „Mit der Sneak Peek wollen wir nicht nur eine Location zeigen, sondern Haltung, Anspruch und Atmosphäre der SHIFT erlebbar machen“, sagt er.

Die Resonanz aus der Branche bewertet Schwenzfeier positiv. Für das Team sei die Veranstaltung vor allem ein Praxistest gewesen: Für uns war die Sneak Peek vor allem ein Reality Check: Wie reagieren Handel, Marken, Agenturen und Medien auf die Idee einer neuen Plattform in Deutschland?“ Die Gespräche vor Ort hätten erwiesen, dass die SHIFT Frankfurt reale Chancen habe, sich im Markt zu etablieren. „Die Resonanz hat gezeigt, dass der Bedarf durchaus vorhanden ist. Viele Gespräche haben bestätigt, dass sich die Branche wieder einen zentralen Treffpunkt wünscht – nicht als klassische Ordermesse, sondern als Ort für Austausch, Inspiration und Netzwerk.“

Auch die Außenfläche der Eventlocation FREDENHAGEN soll zum Sommertermin bespielt werden. ©FT

Damit positioniert sich SHIFT bewusst breiter als eine reine Orderplattform. Das Konzept befindet sich zwar noch in der Ausarbeitung, die Grundlinie ist aber definiert. Schwenzfeier beschreibt die Veranstaltung als kuratierte Plattform für den deutschsprachigen Modefachhandel. Im Mittelpunkt stehen Inspiration, Trends und Austausch innerhalb der Branche. Zusammengeführt werden sollen dabei etablierte Marken, progressive Labels, Agenturen und Technologieanbieter. „Wir bringen etablierte Marken, progressive Labels, Agenturen und Technologieanbieter zusammen und schaffen einen Rahmen, in dem Zusammenarbeit und Perspektiven für den Handel entstehen“, sagt Schwenzfeier. Entscheidend ist für uns eine klare Struktur: überschaubare Standgrößen, eine konsistente Gestaltung der Fläche und ein bewusst kuratierter Markenmix.“

Das Feedback aus dem Markt bezog sich sowohl auf inhaltliche als auch auf räumliche Aspekte des Formats. Positiv aufgenommen worden sei vor allem die Verbindung aus Ort, Atmosphäre und Konzept. „Sehr gut angekommen sind die Atmosphäre der Location FREDENHAGEN und die Idee, eine Messe nicht nur funktional, sondern auch räumlich und emotional zu denken“, erklärt Schwenzfeier. Auch das Standkonzept wurde in den Gesprächen vielfach begrüßt: Die klare Begrenzung der Standgrößen und die Plug-and-Play-Standkonzepte wurden vielfach als sinnvoll bewertet, weil sie ein ausgewogenes Gesamtbild schaffen und verhindern, dass ein Wettbewerb um immer größere oder spektakulärere Auftritte entsteht.“ Damit soll eine gleichmäßigere Präsentation der Marken gewährleistet werden. Aber auch die inhaltliche Ausrichtung des Formats wurde laut Schwenzfeier positiv bewertet. „Darüber hinaus wurde der Fokus auf Inspiration und Austausch von vielen als zeitgemäß empfunden.“

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Aufgang zur hinteren Ausstellungsfläche 

Gleichzeitig sehen die Veranstalter in mehreren Punkten noch Nachschärfungsbedarf. Die Sneak Peek war bewusst auch als Testlauf angelegt. „Wie bei jedem neuen Format geht es jetzt darum, die Details weiter zu schärfen. Das betrifft zum Beispiel die Segmentierung der Marken, die inhaltliche Struktur der Fläche sowie das Rahmenprogramm“, sagt Schwenzfeier. Die Rückmeldungen aus Offenbach seien entsprechend keine bloße Begleiterscheinung, sondern Arbeitsgrundlage für die nächsten Schritte. In den kommenden Wochen will das Team die Gespräche auswerten und das Konzept entsprechend weiterentwickeln.

Parallel suchen die Organisatoren den Austausch mit internationalen Messeplattformen. Die Branche agiere längst über nationale Grenzen hinaus, entsprechend wichtig sei eine Abstimmung mit anderen Formaten. Mit Formaten wie der CIFF oder der Pitti Uomo verbindet uns das Interesse, den Markt gemeinsam weiterzuentwickeln und Synergien zu schaffen – etwa in der Terminplanung oder im Austausch von Marken und Besuchern“, sagt Schwenzfeier. Ob daraus konkrete Kooperationen entstehen, ist derzeit offen. Im Moment gehe es vor allem darum, gemeinsame Interessen auszuloten und Gesprächsfäden aufzubauen.

 

Ortstermin in Offenbach 

Neben den Gesprächen mit der Branche besteht überdies intern weiterer Abstimmungsbedarf mit den Veranstaltungen in Amsterdam. Eine neue Messe entsteht nach Darstellung von Schwenzfeier nicht innerhalb weniger Wochen. Jetzt gehe es darum, die zahlreichen Rückmeldungen gemeinsam mit dem Team und den Partnern zu strukturieren und in konkrete Entscheidungen zu übersetzen. Das betrifft sowohl die inhaltliche Ausrichtung als auch organisatorische Fragen „rund um Markenakquise, Besucherstruktur und Kommunikation.“

Entscheidend wird in der nächsten Phase sein, wie viele Marken sich verbindlich beteiligen. Laut Schwenzfeier gibt es bereits positive Signale aus dem Markt. Nun gehe es darum, aus Interesse belastbare Zusagen zu machen, um eine kritische Masse an Marken zu erzielen. „Wenn wir diese erreichen, können wir sehr schnell endgültig grünes Licht geben“, sagt Schwenzfeier. Ziel sei es, in den kommenden Wochen ausreichend verbindliche Anmeldungen zu erhalten, um mit voller Planungssicherheit auf den Termin am 1. und 2. Juli hinzuarbeiten.