CCC fordert Verschärfung des Accord

© Ranita Roy / Fairtrade

Bangladesch

Vor dreizehn Jahren stürzte das Rana-Plaza-Gebäude in Bangladesch ein. 1.138 Menschen starben, über 2.000 wurden verletzt. Das Internationale Abkommen für Gesundheit und Sicherheit in der Textilindustrie (Accord) sollte solche Katastrophen verhindern – doch noch immer fehlen in 46 Prozent der Fabriken funktionsfähige Brandmeldeanlagen, und 27 Prozent haben keine sicheren Fluchtwege. Die Clean Clothes Campaign fordert (CCC), dass auch Unternehmen wie Decathlon, Ikea, Wrangler und Mayoral den Accord unterzeichnen. Hugo Boss und LPP sollen den Pakistan Accord ratifizieren, da bei ihren Zulieferern lebensbedrohliche Risiken dokumentiert sind. Zudem müsse der Geltungsbereich auf Stoffproduktion, Färbereien und Heimtextilien ausgeweitet werden, wo weiterhin Brände und Explosionen passieren.

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„Hitzestress zerstört die Gesundheit von Arbeiterinnen“, berichtet Kalpona Akter vom Bangladesh Center for Worker Solidarity. Klimarisiken und Arbeitgeber-Einmischung in Inspektionen bleiben kritische Probleme. „Entscheidungen müssen unabhängig getroffen werden“, sagt Rashadul Alum Raju von der Bangladesh Independent Garment Union Federation. Aktuell laufen in mehreren Ländern Proteste gegen die Weigerung der Marken. „Alle 290 Unterzeichner müssen jetzt Druck machen“, sagt Ineke Zeldenrust von der Clean Clothes Campaign.