DIHK: Nahost-Konflikt belastet Wirtschaft

Einschätzung

Der Nahost-Konflikt zerschlägt Hoffnung auf Konjunkturerholung in Deutschland. Laut DIHK-Chefanalyst Volker Treier erwarten 83 Prozent der Unternehmen negative Auswirkungen durch den Iran-Krieg. Die Hälfte plant, gestiegene Kosten für Energie und Materialien an Kunden weiterzugeben – mit Folgen für die Verbraucherpreise.

WERBUNG

Die EZB hielt die Zinsen trotz Inflationsrisiken stabil, begründet mit geopolitischer Unsicherheit und schwacher Konjunktur. Doch bereits im Juni könnte eine Leitzinserhöhung folgen, um Preistreibereien entgegenzuwirken. Lieferkettenstörungen durch die Sperrung der Straße von Hormus und zerstörte Ölförderanlagen werden die Wirtschaft monatelang belasten. Treier warnt: Ohne schnelle Umsetzung der angekündigten Reformen droht Stagnation. Nur durch Entlastungspakete und Investitionsanreize könne die heimische Wirtschaft wieder Dynamik entwickeln.