Shein: Hongkong-Börsengang rückt näher

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Shein hat nach Einschätzung des Marktforschers GlobalData eine wichtige Hürde für einen Börsengang in Hongkong genommen, nachdem frühere Listing-Versuche in New York und London gescheitert waren. Der Börsengang könnte bereits im August 2026 erfolgen. Das Unternehmen strebt eine Bewertung zwischen 40 und 50 Milliarden US-Dollar an – weniger als die Hälfte der 100 Milliarden US-Dollar, die 2022 bei einer Finanzierungsrunde im Raum standen. Die niedrigere Bewertung spiegele wider, dass Investoren angesichts nachlassenden Wachstums stärker auf Profitabilität und regulatorische Risiken achten. Belastend wirken laut GlobalData zudem die EU-Gebühr von drei Euro auf Kleinsendungen seit Juli 2026, der Wegfall der US-Zollfreigrenze seit 2025 sowie anhaltende Kritik an Arbeitsbedingungen und Produktkonformität.

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„Die niedrigere Bewertung könnte das Angebot attraktiver machen, da sie den Markterwartungen näherkommt“, sagt Sharon Iles, Senior Apparel Analyst bei GlobalData. Shein habe für 2025 eine Verdopplung des Nettogewinns auf 2 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt. Ein erfolgreicher Börsengang solle Investitionen in Logistik und Merchandising sowie den Ausbau in Osteuropa und Südamerika ermöglichen. Als Wettbewerber nennt Iles Temu sowie Inditex-Tochter Lefties und Primark, die bei Nachhaltigkeitsnachweisen im Vorteil seien.