bevh: Shein, Temu und AliExpress verlieren 35,5 Prozent

Plattformökonomie

Die Onlineumsätze der asiatischen Plattformen Shein, Temu und AliExpress in Deutschland sind im dritten Quartal 2026 um 35,5 Prozent auf 566 Millionen Euro eingebrochen. Das meldet der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) auf Basis seiner Verbraucherbefragung. Der Marktanteil der drei Plattformen fiel auf 3,1 Prozent nach 5,3 Prozent im zweiten Quartal. Seit Juli ist mit dem Wegfall der Zollfreigrenze von 150 Euro jede Sendung aus Drittstaaten zollpflichtig. Für Kleinsendungen fällt eine Pauschale von 3 Euro pro Warengruppe an, ab November kommt eine Bearbeitungsgebühr von 2 Euro hinzu.

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Der gesamte Onlinehandel mit Waren wuchs um 2,9 Prozent auf rund 18,5 Milliarden Euro. Er blieb damit unter der Inflationsrate von 3,3 Prozent im September. Bekleidung legte um 4,9 Prozent auf 3,48 Milliarden Euro zu, Schuhe stiegen um 6,4 Prozent auf 930 Millionen Euro. Alien Mulyk, Hauptgeschäftsführerin des bevh, ordnet die Entwicklung ein: „Das rasante Wachstum von Temu und Shein in Deutschland ist ins Stocken geraten. Damit sinken auch die Umsätze im Gesamtmarkt, ohne dass hiesige Anbieter von der Schwäche asiatischer Wettbewerber profitieren konnten“. Zölle allein reichten laut Mulyk nicht, Für fairen Wettbewerb müsse die EU die Marktüberwachungsbehörden stärken und bestehendes Recht durchsetzen.