Pitti Uomo #95: Viel versprechender Auftakt

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10.01.2019

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Schwerpunkt Outdoor

Nach einem schwierigen Jahr 2018 ist die Laune der Aussteller auf der Pitti Uomo überraschend gut. Die Messe ist gut besucht, wieder mal, auch wenn das Wetter bei den Fachbesuchern aus Deutschland so manche Planung über den Haufen warf. So sagt Eric Sperber, Chef des Ahlers-Labels BALDESSARINI, dass auch diesmal wieder die Pitti sehr gut angelaufen sei. Die Messe bleibe tonangebend für die Meanswear weltweit. Auch bugatti oder Digel-Manager freuen sich über eine starke Messe-Resonanz. Für BENVENUTO.-Vertriebsleiter Stefan Plattfaut ist besonders erfreulich, dass gerade auch deutsche Mittelständler die Reise in die Toscana antreten. Hoch zufrieden mit der Premiere in Florenz ist JOOP!-Chef Thorsten Stiebing. Für ihn ist Florenz der logische nächste Schritt in Richtung Internationalisierung, wobei auch eine Menge deutscher Kunden vorbeischauen. Ähnlich fallen die Kommentare beim OLYMP-Label SIGNATURE aus, wo mit der erstmaligen Präsenz auf der Pitti der nächste Schritt in der Internationalisierung der Marke gemacht wurde. Der schwedische Hemdenproduzent ETON verzichtet inzwischen ganz auf die Messe-Präsenz in den einzelnen Ländern und konzentriert sich voll und ganz auf Florenz. Das Jahr 2018 sei herausfordernd gewesen, meint Erik Wilkinson, Chief Sales Officer der Schweden, gegenüber FT. Aber seine Firma sei gut durchgekommen. Vor allem in Deutschland habe man sehr ordentliche Zuwächse verzeichnet. Inzwischen beliefert Eton knapp 200 Türen.

Auch die Schauen wie Beyond Closet by Concept Korea oder die coole Performance des Pariser Labels Y/Projekt mit dem belgischen Designer Belgier Glenn Martens im Kreuzgang der ehrwürdigen Basilika Santa Maria Novella bleiben eine Klasse für sich. Pitti schaffe es immer wieder, Mode mit Lifestyle und Innovation zu verbinden, so der Tenor. Auch diesmal unter dem Motto „The Pitti BOX“ mit 1230 Marken davon 542 aus dem Ausland.

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In Florenz sind die wichtigsten und innovativsten Outdoorkollektionen zu sehen, unter anderem von ADD, PEOPLE OF SHIBUYA oder WOOLRICH und PARAJUMPERS. Neben Puffer Jackets prägen ‚interseasonal Solutions’, die mit Layering arbeiten, das Bild. In der Konfektion hält der Trend zur relaxten Klassik an. Die Mode ist unkonstruiert und zugleich smart und edel ausgeführt, etwa bei den Jackets. Auch bei den Hosen bleibt es enspannt. Die Karo-Hose ist angesagt, wobei die Schnitte oben weiter werden, die Fußweite aber eng bleibt, da der Markt größere Fußweiten augenblicklich nicht hergibt. HERNO sorgt mit der aktuellen Laminar Collection für Aufsehen. Das Label verbindet hier Wolle mit High Fashion.

Generell wird Sportswear veredelt, etwa auch bei BRUNELLO CUCINELLI mit Cashmere-Sweatshirts und -Hoodies. Der Wollmantel wird zum Keypieces in allen möglichen Spielarten.