Vorgaben
Mit der „Ecodesign for Sustainable Products Regulation“ (ESPR) hat die EU Mitte 2024 neue Produktanforderungen eingeführt. Im Arbeitsplan 2025 bis 2030 priorisiert die EU-Kommission Textilien als eine der ersten Warengruppen. Spezifische Ökodesign-Kriterien sollen per delegiertem Rechtsakt festgelegt und voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2027 verabschiedet werden. Unternehmen hätten danach laut EU-Kommission mindestens 18 Monate Zeit für die Umsetzung. Betroffen sind Hersteller und Inverkehrbringer – damit auch Händler mit Eigenmarken.
Der BTE beteiligt sich nach eigenen Angaben an nationalen und europäischen Konsultationen und setzt sich für bürokratiearme Regeln ein. BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels fordert zudem längere Fristen: „Wir fordern außerdem eine verlängerte Umsetzungsfrist, da die vorgesehenen 18 Monate (…) nicht gerecht werden“. Zuletzt nahm der BTE an einer EU-Konsultation des Joint Research Centre teil. Die zugrunde liegende Studie soll Mitte 2026 final abgeschlossen werden; Kommentare sind bis 23. März 2026 möglich. Parallel stellte das Umweltbundesamt am 16. Januar 2026 einen Endbericht zu Ökodesign-Anforderungen vor. Der BTE plädiert für Stufenpläne, klare Kriterien und gleiche Regeln für alle Marktteilnehmer.

