IHKIB fordert Anpassung des Zollunionsabkommens

İHKİB-Präsident Mustafa Paşahan ©İHKİB

Exporte

Auf der Konferenz „Transformation Journey of the Turkish Apparel Industry“ betonte Mustafa Paşahan, Vorsitzender der Istanbuler Bekleidungsexporteure (IHKIB), dass das aktuelle Zollunionsabkommen mit der EU die Zusammenarbeit eher einschränkt als fördert.  „Die Zollunion hat in ihrer aktuellen Form eher eine hemmende als eine fördernde Wirkung auf unsere Zusammenarbeit.“Paşahan verwies darauf, dass die Freihandelsabkommen der EU mit Drittstaaten asymmetrische Nachteile für die Türkei schaffen. Eine Lösung müsse die Einbindung der Türkei in die EU-FTA-Verhandlungen sowie eine Modernisierung des Abkommens umfassen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

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61 Prozent der türkischen Textilexporte gehen in die EU. Die Pan-Euro-Mediterrane Ursprungsregeln begünstigen zudem nordafrikanische Konkurrenten. Paşahan forderte, dass die Ursprungsregeln bei der Aktualisierung des Abkommens berücksichtigt werden.

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Mustafa Gültepe, Vorsitzender der Türkischen Exporteursversammlung (TIM), kritisierte, dass die EU-Freihandelsabkommen mit MERCOSUR und Indien die Zollunion für die Türkei zu „Fesseln“ machen. Die Türkei strebe eine strategische Partnerschaft mit der EU an, die auf gegenseitigem Nutzen basiert.