Ultra-Fast-Fashion
Der Ultra-Fast-Fashion-Konzern Shein geht am 1. September 2026 in Hongkong an die Börse. Die erwartete Bewertung liegt mit rund 27 Milliarden US-Dollar etwa 70 Prozent unter der Prognose von 2022. Für die Umweltschutzorganisation Deutsche Umwelthilfe (DUH) zeige das, dass auch der Kapitalmarkt die Risiken des Ultra-Fast-Fashion-Modells zunehmend einpreise. Die DUH fordert deshalb klare politische Regelungen, damit sich Kurzlebigkeit, Ressourcenverschwendung und Textilabfallmengen nicht mehr lohnen.
Laut eigenen Schadstoffanalysen der DUH hätten knapp 40 Prozent der untersuchten Shein-Produkte wegen Verstößen gegen europäische Chemikalienvorschriften gar nicht erst verkauft werden dürfen. Bundesumweltminister Carsten Schneider müsse das geplante Textilgesetz deshalb zu einem echten Anti-Fast-Fashion-Gesetz machen, fordert die NGO. „Das Ultra-Fast-Fashion-Geschäftsmodell auf Kosten von Umwelt und Gesundheit darf keine Zukunft haben – erst recht nicht an der Börse. Denn ein Börsengang lebt von der Aussicht auf weiteres Wachstum und künftige Gewinne. Wenn diese Gewinne aber nur möglich sind, weil die wahren Kosten für Ressourcenverbrauch, Textilmüll, Schadstoffe und Umweltzerstörung bei Mensch, Natur und Allgemeinheit landen, läuft etwas grundlegend falsch“, sagt DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz sagte:
