LUDWIG BECK AG: Gewinneinbruch

©LUDWIG BECK AG

Autor: Markus Oess

Der Vorstand der LUDWIG BECK AG, Dieter Münch und Christian Greiner, wurde nach eigenen Angaben im Geschäftsjahr 2016 vor Herausforderungen gestellt, „die das Unternehmen jedoch zum Jahresende mit einem insgesamt zufriedenstellenden Ergebnis meistern konnte“. Wie die Konzernführung bei Vorlage der Bilanz betont, habe vor allem die wiederholt antizyklische Witterung für Aussetzer gesorgt. Dafür habe das passende Weihnachtswetter versöhnt. Im zurückliegenden Jahr hat die 2015 zugekaufte Kette WORMLAND das erste volle Geschäftsjahr unter dem Dach der neuen Mutter hinter sich gebracht, mit erwartungsgemäßen Ergebnissen.

Der Brutto-Umsatz ist auf Konzernebene um 11,7 Prozent auf 177,1 Millionen Euro gestiegen. Klingt gut, aber gekommen ist das Plus nur dank WORMLAND, das mit einem Umsatzsprung von 38,9 Prozent auf 76 Millionen Euro einen „entscheidenden Beitrag zum Konzernumsatz leistete“. Vor allem ein Recheneffekt, denn die Erlöse der Menswear-Kette im Jahr zuvor wurden erst ab dem Zeitpunkt des Erwerbs im Mai 2015 berücksichtigt. LUDWIG BECK, zu dem unter anderem auch der Online-Handel auf www.ludwigbeck.de gehört, hat mit 101,1 Millionen rund 2,8 Prozent Umsatz abgegeben. Damit bewege man sich im Branchenschnitt.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist um 65,6 Prozent auf 6,3 Millionen Euro eingebrochen. Verantwortlich macht das Management neben den Wetterkapriolen auch die unsichere Lage nach den Terroranschlägen in Frankreich und in Deutschland. Immerhin haben die Manager noch die eigene Prognose des vergangenen Oktobers von 4 bis 5 Millionen Euro noch übertroffen. Der Konzernjahresüberschuss stürzt von 15, 2 Millionen Euro auf 2,9 Millionen Euro.

„Die führenden Wirtschaftsforscher beurteilen die Konjunkturaussichten für Deutschland für das Jahr 2017 verhalten optimistisch, aber durchaus chancenreich. Diesen Prognosen schließt sich das Management von LUDWIG BECK an“, heißt es abschließend. Vor dem Hintergrund des Strukturwandels im deutschen Textileinzelhandel bleibe auch 2017 eine gesunde, nachhaltige Entwicklung höchstes Ziel für den Modekonzern. „Wir werden unser ganzes Engagement 2017 auf unsere Kunden fokussieren. Für uns ist dies das zentrale Kernthema in herausfordernden Zeiten”, sagt Vorstand Dieter Münch. Der Umsatz soll sich auf Konzernebene zwischen 170 und 180 Millionen Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen 4 und 6 Millionen Euro einpendeln.