LUDWIG BECK will Wormland verkaufen

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31.01.2019

Keine Dividende für 2018

Handlungsbedarf: „In den letzten Monaten haben sich mehrere Investoren an die LUDWIG BECK AG gewandt und Interesse am Erwerb der von LUDWIG BECK zu 100 Prozent gehaltenen Anteile an der Theo Wormland GmbH & Co. KG (WORMLAND) bekundet. Im Hinblick hierauf haben Vorstand und Aufsichtsrat der LUDWIG BECK AG heute beschlossen, einen geordneten Verkaufsprozess zur Veräußerung von WORMLAND einzuleiten“, teilt der Münchner Konzern mit. Der Verkauf soll im ersten Halbjahr 2019 über die Bühne gehen. Allerdings will sich das Management nicht um jeden Preis verabschieden: „Sollte sich herausstellen, dass kein angemessener Kaufpreis erzielt werden kann, wird LUDWIG BECK die Sanierung von WORMLAND in eigener Regie fortführen“, heißt es dazu.

Die Münchner hatten den Herrenmodefilialisten im Jahr 2015 erworben. Seither seien bei der Sanierung zwar gute Fortschritte erreicht worden, ursprünglich erwartete Synergieeffekte hätten sich aber nicht in dem erwarteten Umfang heben lassen. Nun soll ein neuer Investor gesucht werden. „Eine Veräußerung von WORMLAND hätte für LUDWIG BECK strategische Bedeutung. Denn mit der Veräußerung würde sich LUDWIG BECK aus dem Geschäftsmodell der Filialisierung zurückziehen und sich fortan auf den Münchener Markt und den Online-Handel konzentrieren“, argumentiert man in München.

Für den geplanten Verkauf werde, soweit rechtlich zulässig, schon jetzt bilanzielle Vorsorge getroffen. So, soll der Beteiligungsbuchwert, mit dem WORMLAND im Einzel- und Konzernabschluss bislang angesetzt worden war, im Einzel- und Konzernabschluss 2018 abgeschrieben werden. Entsprechend rechnet das Management für 2018 jetzt mit einem Jahresfehlbetrag im Einzelabschluss von rund 3,9 Millionen Euro und von 0,8 Millionen Euro im Konzernabschluss. Da der Bilanzgewinn 2018 der AG damit auf 0 fallen wird, wird es auch keine Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2018 geben.