Deutschland vorne

Pitti Uomo #96

Florenz hat im Augenblick einfach Kick. (alle Bilder ©FT)

Autor: Markus Oess

„Die Pitti Uomo 96 bestätigt sich als globaler Knotenpunkt von Trends, Neuheiten und innovativen Projekten für Herrenmode und Lifestyle“, bilanzieren die Macher der Messe in einem ersten Statement. Insgesamt 30.000 Besucher und mehr als 18.500 Einkäufer aus 100 Ländern kamen nach Florenz, um eine „Messe voller Energie und Optimismus“zu erleben. Dabei entwickelten sich einige wichtige Märkte wie Frankreich, die Türkei, Hongkong, Belgien und Russland gut. Allerdings ging die Zahl der Einkäufer aus China, Deutschland, Spanien, Japan und Italien etwas zurück. Die Branchenentwicklung lässt sich offenbar nicht komplett ausblenden. Dennoch bleibt Deutschland unter den 15 wichtigsten Auslandsmärkten an erster Stelle. Danach folgen Japan, Spanien, Großbritannien, die Niederlande, Frankreich, die Türkei, die USA, die Schweiz, China, Belgien, Südkorea, Russland, Österreich und Hongkong.

Es war doch viel los auf der Pitti, die Stimmung gut und die Botschaft der Messemacher, „The Pitti Special Click“, trifft ins Schwarze. Florenz hat im Augenblick einfach Kick. Modisch bleibt es locker, die Kollektionen zeigen eine gewisse Leichtigkeit, eine Lässigkeit, wenn das Sakko durch Strick und Overshirts ausgetauscht wird. Urban Hiking bleibt ein Trend. Genauso wie das Megathema Funktion. Neu ist aber, dass Performance mit Natürlichkeit verbunden wird: Neue Bi-Qualitäten mit Leinen oder zum Beispiel Prints auf Hightech-Gewebe sind angesagt. Und: Die Nachhaltigkeit ist endgültig in Italien angekommen, nahezu jeder Anbieter hat das Thema aufgegriffen. Bleibt ein Blick auf die Gastnation China: Das Reich der Mitte will auch in der Mode international mithalten. „Viele der chinesischen Designer, die sich hier in Florenz präsentiert haben, können sicher bald auf Augenhöhe mitspielen“, meint FT-Experte Winfried Rollmann, der in der kommenden Ausgabe Trends und Themen genau analysieren wird. Schon jetzt hier erste Eindrücke: