Schuhwerk!

Qualität versus Fast Fashion

©alle Bilder: Thodepohlai
Autor: Karsten Pohlai

Der Begriff Fast Fashion bezeichnet das Ziel, in hoher Frequenz neue Mode in die Geschäfte zu bringen, also eine höhere Zahl von Kollektionen und Auslieferungsterminen. Möglich wird der schnelle Wechsel durch die Beschleunigung in der Produktion. Heutzutage haben deutsche Verbraucher viermal so viel Kleidung im Kleiderschrank wie noch 1980 und nur 60 Prozent davon werden getragen. Doch der Wertewandel ist im Umbruch und die Verbraucher setzen immer mehr auf Qualität.

Gerade beim Schuh gib es viele Sünden bei der Produktion, die selten fair und umweltfreundlich abläuft. So produzieren viele Marken, die eigentlich ihren Fokus auf das Textile gerichtet haben, auch Schuhe. Diese werden günstig im Handel angeboten, entsprechen aber oft nicht dem gewünschten Qualitätsanspruch der Kunden.

Umso erfreulicher ist es, dass es Schuhmarken gibt, die Wert auf traditionelle Handwerkskunst legen. Die Herausforderung bei der Herstellung eines Schuhs liegt in der Zusammenführung von Oberteil und Schuhboden, und zwar so, dass der Schuh weich, komfortabel und dennoch robust und beständig ist. Neben dem verwendeten Material ist die Machart das Hauptkriterium zur Qualitätsbeurteilung eines Schuhs. So ist „Goodyear welted“ ein Fachbegriff für rahmengenähte Schuhe und steht für eine ausgezeichnete Fertigungsqualität. Bei solchermaßen hergestellten Schuhen bekommt der Kunde mehr für sein Geld: qualitativ hochwertige Begleiter. Die perfekte und solide Passform durch eine höchst präzise handwerkliche Verarbeitung sowie eine Langlebigkeit durch den Einsatz ausgewählter Materialien rechtfertigen den höheren Preis dieser Schuhe. Marken wie zum Beispiel Santoni, PRIME SHOES, SCAROSSO oder LUDWIG REITER leben diese Philosophie. Und das Beste: Nach einem langen Lebenszyklus verrotten die verwendeten Naturmaterialien rahmengenähter Schuhe und hinterlassen keinerlei umweltbelastende Schadstoffe – so definiert sich Luxus neu.