TOM TAILOR: Konsortialbanken blockieren BONITA-Verkauf

Dr. Heiko Schäfer ©TOM TAILOR GROUP

Prüfung weiterer strategischer Alternativen für BONITA

Die Hamburger durchleben harte Zeiten. Nachdem der chinesische Großaktionär Fosun einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden durchgedrückt hat und immer noch unklar ist, wie die angekündigte Übernahme durch Fosun konkret aussehen wird, machen die Konsortialbanken die Verkaufspläne der Tochter BONITA zunichte. Diese haben das Management wissen lassen, dass es derzeit dafür keine ausreichende Mehrheit gibt. „Wir sind sehr enttäuscht über diese Entwicklung. Zum einen, da der Verkauf von BONITA trotz aller Bemühungen nicht zum Abschluss kommt. Zum anderen, weil wir dies nach wie vor als beste Option betrachten“, sagt Dr. Heiko Schäfer, CEO der TOM TAILOR Holding SE. „Der Vorstand wird daher weiterhin mit Hochdruck an einer zufriedenstellenden Lösung für alle Beteiligten arbeiten und die Restrukturierung von BONITA weiter konsequent vorantreiben.“

Der Vorstand will sich bemühen, die Zustimmung der Banken zu erlangen, geht aber derzeit davon aus, dass die Erteilung einer Zustimmung unwahrscheinlich ist. Die Hamburger hatten am 20. März 2019 mit der niederländischen Victory & Dreams International Holding B.V. einen Kaufvertrag abgeschlossen. Nun prüfe das Management sämtliche strategischen Alternativen für BONITA, inklusive einer Wiederaufnahme des Verkaufsprozesses. Gleichzeitig würden die laufenden Restrukturierungsmaßnahmen intensiviert. Ungeachtet dessen dauerten die derzeit stockenden Verhandlungen mit den Konsortialbanken über die Anpassung des Konsortialkreditvertrags sowie mit dem Großaktionär Fosun über dessen Finanzierungsbeitrag weiter an. TOM TAILOR will so das wirtschaftlichen Eigenkapital aufstocken, das durch die anhaltend schlechte Geschäftsentwicklung von BONITA, der notwendig gewordenen Vollabschreibung des Markenwerts in Höhe von 184,5 Millionen Euro sowie weiteren signifikanten Wertminderungen von Vermögenswerten des Geschäftsbereichs belastet wurde.