Coronavirus: Ahlers AG nimmt Prognose zurück

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Hauptversammlung verschoben

„Aufgrund der Coronavirus-Pandemie sind europaweit Einzelhandelsschließungen für Bekleidung verfügt worden“, stellt die Herforder Ahlers AG ihrer Mitteilung voran, wonach der Vorstand die im Geschäftsbericht 2018/19 veröffentlichte Prognose für das Geschäftsjahr 2019/20 zurück nimmt. Das Management rechnet mit deutlichen Belastungen, die Umsatz und Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr verringern werden. Der Vorstand habe daher umfangreiche liquiditätssichernde Maßnahmen eingeleitet, heißt es weiter. Da sich das Ausmaß und die Dauer der Pandemie sowie der Erlass weiterer Eindämmungsmaßnahmen momentan nicht vorhersagen ließen, sei aktuell keine verlässliche Prognose für das Geschäftsjahr 2019/20 möglich.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 (1. Dezember 2019 bis 29. Februar 2020) konnten aufgrund von Verzögerungen in der Jeans-Auslieferung Aufträge nicht fakturiert werden. Die dadurch fehlenden Umsätze und deren Roherträge drückten nach vorläufigen Zahlen das EBIT von 3,3 Millionen Euro auf 1,5 Millionen Euro. Sobald der Einzelhandel seine Bekleidungsgeschäfte wieder öffnet, könnten diese Umsätze und Ergebnisbeiträge aber nachgeholt werden. Zudem hat auch die Aufgabe des Geschäfts mit Damenhosen und Jupiter Sportswear die Umsätze reduziert. Insgesamt sanken die Umsätze um 13 Prozent auf 51,2 Millionen Euro. Durch das Maßnahmenpaket zur Ertrags- und Effizienzsteigerung wurden die betrieblichen Aufwendungen um 10 Prozent reduziert.

Aufgrund der derzeit bestehenden Versammlungsverbote haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, die für den 22. April 2020 vorgesehene Hauptversammlung zu verschieben. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. Die endgültigen Zahlen für das erste Quartal veröffentlicht das Unternehmen am 7. April 2020.