LUDWIG BECK leidet schwer unter Covid-19

©LUDWIG BECK AG

Umsatzeinbruch in den ersten neun Monaten

Der Münchner Modekonzern LUDWIG BECK musste in den ersten neun Monaten aufgrund der Covid-19 Pandemie und durch die Folgen des resultierenden Lockdowns erwartungsgemäß einen deutlichen Umsatzverlust verkraften. Neben dem behördlich angeordneten Ladenschließung und den teils massiven Einschränkungen nach Wiedereröffnung des Stammhauses verzeichnete das Unternehmen durch die Absage des Oktoberfests zusätzliche herbe Umsatzeinbußen. Dabei waren nicht nur der Bereich Trachten sondern auch andere Bereiche wie Accessoires und Kosmetik betroffen, die sonst von den Touristen während der Zeit des Oktoberfestes profitieren. In den ersten neun Monaten steht ein Bruttoumsatz von 41 Millionen Euro in den Büchern. Das ist ein Minus von 35,6 Prozent. Der Nettorohertrag auf Konzernebene verschlechterte sich um 10,6 Millionen Euro auf 14,8 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) lag bei -5 Millionen Euro (Vj 1,1 Millionen Euro). Wie bereits im Vorjahr betrug das Finanzergebnis -1,8 Millionen Euro, wovon -1,1 Millionen Euro der Bilanzierung der Mietverträge gemäß IFRS 16 zuzurechnen sind. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) belief sich auf -6,8 Millionen Euro nach -0,6 Millionen Euro im Jahr zuvor. Der Konzern verfügte zum 30. September 2020 über ein Eigenkapitalquote  von 31,6 Prozent.

 „Der weitere Erholungsprozess im zweiten Halbjahr und darüber hinaus wird nach unseren Erwartungen voraussichtlich nur langsam erfolgen und damit einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen. Auch die außenwirtschaftlichen Impulse werden noch längerfristig schwach bleiben, zudem bleiben die Verhaltensänderungen von Bürgern und Wirtschaft angesichts des Risikos eines Wiederaufflammens der Epidemie bestehen“, blickt das Unternehmen auf die kommenden Monate. Die Lage des Einzelhandels bleibe weiterhin schwierig. Dennoch rechne das Management des LUDWIG BECK Konzerns wie im Juli prognostiziert für das Geschäftsjahr 2020 mit einem Bruttoumsatz aus Warenverkäufen zwischen 63 und 70 Millionen Euro (Vj. 95,3 Millionen Euro) sowie einem Ergebnis vor Steuern (EBT) zwischen -5 und -3 Millionen Euro (4,6 Millionen Euro). Vorausgesetzt, es kommt nicht zu weiteren Verschärfungen der behördlichen Anordnungen im Zusammenhang mit dem „Corona-Virus“