bevh: 6-Punkte-Plan für Innenstädte

Christoph Wenk-Fischer ©bevh

Masterplan Digitalisierung

Gerade in der Corona-Pandemie sei der Onlinehandel zu einem festen Bestandteil der Versorgung geworden. Forderungen wie aktuell von „Bündnis90/Die Grünen“ nach Konsumgutscheinen nur für den stationären Handel seien weder sachlich begründet, noch entsprächen sie den Erwartungen der Kunden in Stadt und Land, moniert der Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh). „Die Politik muss sich endlich von der Vorstellung lösen, die Lebenswelt der Vergangenheit mit viel Geld zu rekonstruieren oder ‚einzufrieren‘. Es braucht Weiterentwicklung durch mutige und ganzheitliche Digitalisierung, die bürgerschaftliche Teilhabe am Lebensraum auf ein umfassendes digitales Fundament stellt“, fordert dessen Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer. Bürger wollten nicht nur wegen der aktuellen Pandemie-Risiken ihre Stadt über digital verbundene virtuelle und physische Kontaktpunkte erleben. Stationäre Händler müssten umdenken und ihre Verkaufsflächen, digitale Prozesse und den Wünschen ihrer Käuferklientel anpassen.

In dem Zusammenhang schlägt der Verband sechs Maßnahmen vor, die als konzeptionelle Basis für die Formulierung und Budgetierung von Innovationsprojekten in Innenstädten dienen sollten:

  1. Innenstadt gesamthaft digitalisieren
  2. Innenstadt als Teil der digitalen Customer Journey entwickeln und vermarkten
  3. Verkehrsführung der Innenstadt für hybride Handels- und Dienstleistungs-modelle entwickeln
  4. Eine zeitgemäße digitale Infrastruktur in Handwerk und Handel schaffen
  5. Flexibilisierung der Öffnungszeiten
  6. Neue Arbeitsformen gezielt fördern.