Primark: Zweite Welle kostet 430 Millionen Euro

Bild: Screenshot primark.de

Weitere Expansion geplant

Die Muttergesellschaft von Primark, die Associated British Foods (AB Foods), meldet, dass insbesondere in England die durch die zweite Welle der Pandemie verursachten Sperren und Beschränkungen einen Umsatz von 430 Millionen GBP gekostet haben. Dies sei mehr als noch im letzten Monat geschätzt. Damals ging das Management davon aus, rund 375 Millionen Euro Umsatz zu verlieren.

Der Lockdown führte auch dazu, dass die Kosten um ein Viertel gesunken waren. Die Läden in Irland, England, Frankreich und Belgien hätten wieder geöffnet und dort verzeichne das Unternehmen eine starke Nachfrage. Die Menschen wollten wieder Bekleidung kaufen, sagt Michael McLintock, Vorsitzender von AB Foods. Den Angaben zufolge bleiben indes 34 Geschäfte vorübergehend geschlossen, einschließlich aller Filialen in Nordirland und Österreich. Das entspricht in etwa 7 Prozent der gesamten Einzelhandelsverkaufsfläche von Primark. Im November waren noch 62 Prozent der Fläche geschlossen.

McLintock äußerte sich auch zum Brexit. Die Vorbereitungen seien abgeschlossen sind. „Für den Fall, dass unsere Unternehmen zu diesem Zeitpunkt Störungen erleiden, liegen Notfallpläne vor“, sagte McLintock. Im aktuellen Geschäftsjahr wurden in den USA in New Jersey und Florida neue Primark-Filialen eröffnet, die sich „viel versprechend“ entwickelten. Gute Umsätze seien auch in Primarks ersten Laden in Rom in Italien erzielt worden. Zudem wurde ein fünfter Standort in Spanien in Barcelona eröffnet. Nach dem Willen von McLintock soll Primark in diesem Geschäftsjahr Gewinn und Umsatz gegenüber dem Vorjahr ausbauen und weiter expandieren.