Bertoni: Deutschlandtochter wird verkauft

Insolvenz der Muttergesellschaft

Der dänische Anzugspezialist Bertoni steht vor großen Herausforderungen. Nach dem ersten Lockdown in Dänemark musste das Unernehmen die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragen. Hintergrund: Die Dänen betreiben im Heimatmarkt auch ein eigenes Retailgeschäft, das vom verordneten Ladenschluss voll getroffen wurde, sagen Marktkenner gegenüber FT. Nach diesen Informationen soll das Verfahren bald abgeschlossen sein und Bertoni das operative Geschäft weiterführen. Allerdings sollen die Deutschlandtochter verkauft und die deutschen Händler künftig von Dänemark aus betreut werden. Ursprünglich plante Bertoni, mittelfristig in Deutschland 400 bis 500 Türen zu bedienen, nachdem das Label in einem zweiten Anlauf den Markteintritt vor einigen Jahren vollzogen hatte. Beliefert wurden Stand 2019 rund 110 Standorte. Gegenüber FT wollte sich der aktuelle CEO von Bertoni, Bent B. Rasmussen, nicht äußern. Die FT-Presseanfrage blieb unbeantwortet.