LUDWIG BECK weiterer Umsatzeinbruch

©LUDWIG BECK AG

Leiden unter Lockdown

Nach dem ‚Pandemie-Jahr‘ 2020 war auch das erste Halbjahr 2021 stark durch die COVID-19-Pandemie geprägt. Verbunden mit den landesweit verordneten Lockdowns der stationäre Einzelhandel mit Verlusten von mehr als der Hälfte seiner Umsätze gegenüber einem ‚Normaljahr‘“, teilt die Ludwig Beck AG mit. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 mussten Einbußen in Höhe von knapp 60 Prozent verkraftet werden. Die Corona-Pandemie habe weiterhin für zusätzliche gravierenden Einschnitte im Textileinzelhandel gesorgt, der in den vergangenen Jahren bereits allgemein mit einem Rückgang von Kundenfrequenzen, ungünstigem Wetter und einer nachlassenden Kauflaune zu kämpfen gehabt habe.

Der LUDWIG BECK Konzern erwirtschaftete im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 einen Bruttoumsatz von 20,2 Millionen Euro (Vorjahr: 24,8 Millionen Euro). Allein im ersten Quartal war das Kaufhaus an 54 Verkaufstagen aufgrund behördlicher Vorgaben geschlossen. Durch die negative Umsatzentwicklung sackte der Nettorohertrag von 9,1 Millionen Euro auf noch 7,6 Millionen Euro ab. Der deutlich höhere betriebliche Ertrag mit 5,4 Millionen Euro gegenüber 1,5 Millionen Euro im Vergleichszeitraum sei auf eine erste Zahlung der Überbrückungshilfe III in Höhe von 4,2 Millionen Euro zurückzuführen. Aufgrund des harten Lockdowns und der anschließenden massiven Beschränkungen für den Einzelhandel hatte LUDWIG BECK Kurzarbeit angemeldet, was sich entlastend auf die Ertragslage auswirkte.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich aufgrund der Überbrückungshilfe III von -4,0 Millionen Euro auf -1,Millionen Euro. Das Finanzergebnis lag mit -1,2 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. „Der Vorstand geht davon aus, dass sich erst nach einer flächendeckenden Impfung das Pandemiegeschehen deutlich entspannt und eine Rückkehr zu einem normalen Geschäftsalltag möglich ist. Oberste Priorität haben für den Vorstand nach wie vor die Sicherung des Unternehmens sowie der Erhalt der Arbeitsplätze“, heißt es abschließend. Eine verlässliche Prognose sei derzeit immer noch nicht möglich.