ARMEDANGELS: Cotton in Conversion

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Dreijahresbilanz

Um den Wechsel von konventioneller auf Bio-Baumwolle zu fördern, hat das Kölner Öko-Label ARMEDANGELS im April 2018 die ARMEDANGELS Organic Farmers Association gegründet. Die Initiative unterstützt mehr als 500 Kleinbäuer*innen in Indien bei dem Umstellungsprozess, der drei Jahre dauert. Diese Zeit benötigt der Boden, um sich von den künstlichen Pestiziden zu erholen. Währenddessen können die Bäuer*innen die Baumwolle noch nicht als Bio-Baumwolle verkaufen und erhalten keine Bio-Prämie. Außerdem ist es schwierig, hochwertiges, gentechnikfreies Saatgut zu finden. Mehr als die Hälfte der Kleinbäuern*innen geben den Angaben zufolge bei der Umstellung innerhalb des ersten Jahres wieder auf, weil sie die Einkommensverluste nicht verkraften. Über die Initiative erhalten die Bäuer*innen vom ersten Jahr der Umstellung an eine Bio-Prämie, hochwertiges GVO-freies Saatgut sowie Schulungen und fachliche Unterstützung durch den indischen Partner Suminter Organics.

Nun präsentiert ARMEDANGELS die Ergebnisse, die nach drei Jahren erreicht wurden. 548,04 Hektar Anbaufläche für Bio-Baumwolle wurden geschaffen. 1036,97 Tonnen Organic Raw Cotton wurden geerntet. 736.821,27 Euro konnte als Einkommen für die Bio-Baumwollbäuer*innen erzielt werden und es wurden zusätzlich 36.491,65 Euro Bio-Baumwollprämie an die Landwirte ausgezahlt. Die Kölner haben zudem eine Schulungsserie „Organic Cotton College“ aufgelegt. In insgesamt sechs Kurzvideo-Episoden auf Instagram und TikTok erläutert die Corporate Responsibility Managerin von ARMEDANGELS, Lavinia Muth, die Bedeutung von Bio-Baumwolle sowie deren Einfluss auf Flora und Fauna auf.