„Wir brauchen den persönlichen Kontakt“

TOM RIPLEY

Am Ende stand ein Orderplus von mehr als 30 Prozent in der Saison FS2022 zum Vorjahr. alle Bilder ©hajo POLO&SPORTSWEAR

Autor: Markus Oess
Für die Premiummarke TOM RIPLEY nutzen Wolfgang Müller, Geschäftsführer von hajo POLO & SPORTSWEAR, Weiden, und sein Vertriebsleiter Johannes Deckert die PREMIUM als Bühne, um die kommende Orderrunde Herbst/Winter 2022/23 einzuläuten. Nach der pandemiebedingten Messeabstinenz setzen die beiden vor allem auf den persönlichen Austausch und inszenieren TOM RIPLEY mit einem dem „Club Vesuvio“ aus dem Originalfilm „Der talentierte Mr. Ripley“ nachempfundenen Stand. Ein zweistelliges Plus bei der kommenden Order ist fest eingeplant.

„Wir freuen uns, dass es endlich wieder eine Messe gibt. Wir brauchen den persönlichen Kontakt mit den Kunden.“ Wolfgang Müller, GF hajo POLO & SPORTSWEAR

FT: Herr Müller, wie ist die zurückliegende Order gelaufen?
Wolfgang Müller: „Wir sind mit dem Abschluss der vergangenen Frühjahr/Sommer-Order hochzufrieden, da wir etliche Neukunden im In- und Ausland gewonnen haben. Am Ende stand ein Plus von über 30 Prozent zum Vorjahr.“

Was geht aktuell gut, was bleibt eher liegen?
Müller: „Unsere Qualitäten ,100 Prozent Merino extrafein‘ und ,100Prozent Pure Cashmere‘ verkaufen sich neben unseren NOS-Modellen am besten. Topseller sind unsere Strick- und Sweatjacken.“

Herr Deckert, wie sind die Händler mit der Neuware umgegangen?“
Johannes Deckert: „Da einige Mitbewerber aus Italien nicht gut und pünktlich liefern konnten, konnte TOM RIPLEY mit freien Lagermengen an modischen Teilen und einem gut funktionierenden NOS einige Händler schnell zufriedenstellen.“

Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die nächste Order?

Wir erwarten weitere Neukunden und planen mit einer Vorordersteigerung von 25 bis 30 Prozent.“ Johannes Deckert, Vertriebsleitung hajo POLO & SPORTSWEAR

Deckert: „Wir erwarten weitere Neukunden und planen mit einer Vorordersteigerung von 25 bis 30 Prozent. Zudem haben wir unseren Außendienst in Ländern wie zum Beispiel Dänemark ausgebaut.“  

Wie ist die Versorgungslage in Italien, wie stark zahlt sich die europäische Produktion aus?
Müller: „Die Rohpreise für Wolle und Baumwolle steigen stark an. Vereinzelt kommt es zu Lieferverzögerungen, die aber in der Summe keine Rolle spielen.“

Herr Müller: Warum sind Sie mit TOM RIPLEY auf der PREMIUM, welche Erwartungen knüpfen Sie daran?
Müller:Wir freuen uns, dass es endlich wieder eine Messe gibt. Wir brauchen den persönlichen Kontakt mit den Kunden und freuen uns, wenn dieses internationale Top-Event in Frankfurt stattfinden kann.“

Was werden Sie im Schwerpunkt zeigen und wie ist der Stand aufgebaut?

Deckert:Unser Stand ist dem ,Club Vesuvio‘ aus dem Originalfilm ,Der talentierte Mr. Ripley‘ nachempfunden. In diesem Jazzclub-Ambiente stellen wir unsere vielfältigen, funktionalen Qualitäten in den Fokus.“  

Wird es besondere Anreize geben, damit Händler zur FRANKFURT FASHION WEEK auf den Stand kommen?
Deckert: „Wir geben wertige Give-aways an Standbesucher aus. Für Aufträge, die während der Messetage erteilt werden, gewähren wir einen Messerabatt.“

Wie ist es mit den Preisen, könnt ihr die Preislagen halten oder gibt es strukturelle Anpassungen aufgrund der aktuellen Lieferengpässe und Kostensteigerungen?
Müller:Überwiegend konnten wir die Preislagen halten. Es gibt vereinzelt Verschiebungen nach oben.“

Was passiert auf der Werbeseite gegenüber dem Endverbraucher und bei Social Media?
Müller: „Wir werden weiterhin in unseren Online-Shop TOM RIPLEY investieren, das heißt Kooperationen mit Bloggern, Facebook/Instagram-Kampagnen et cetera. Wir werden aber auch den Handel mit PoS-Material und Einstiegsaktionen unterstützen.“

„Updated Nostalgia“

Die Figur des Tom Ripley ist Klassiker und der Reiz und die Faszination vergangener Tage sind nach wie vor ungebrochen. Das insbesondere in unruhigen Zeiten, wie wir sie erleben. Nostalgie hat etwas Beruhigendes; sie bietet Stabilität und ein Gefühl der Beständigkeit. Für die TOM-Kollektion Winter 2022/23 wurden verschiedene modische Referenzen aus den 1950er-Jahren aufgegriffen, neu kombiniert und den heutigen smarten Anforderungen angepasst. Neben allen modischen Aspekten ist auch der Trend zu bewussterem Konsum eine relevante Komponente der Kollektion. TOM setzt auf qualitativ hochwertige, langlebige Produkte und verbindet so Luxus mit Nachhaltigkeit. Ziel sei es, den Verbraucher mit erstklassigen Kleidungsstücken zu überzeugen, die das Credo der Marke TOM RIPLEY widerspiegeln, heißt es dazu aus Weiden. Das Konzept konzentriert sich auf zwei Hauptkollektionen im Jahr. Ein Beitrag zur Nachhaltigkeit, da mit einer schlanken Produktion in Italien zu viel produzierte Kleidung vermieden wird.

Den Retro-Looks entsprechen auch die eingesetzten Materialien: Baumwolle mit verschiedenen Veredelungen, Merino-Schurwolle, Seide und Cashmere. Ein weiteres Material aus den 1950er-Jahren feiert sein Comeback und wandert aus der spießigen Ecke in den Trend-Fokus: flauschiges Bouclé. Alle Materialien sind natürlichen Ursprungs und können unterschiedliche Funktionen vorweisen. Funktionalität kann ohne Kunstfasern stattfinden. Farblich deckt die Kollektion alle klassischen Menswear-Nuancen ab: von Ecru und Taupe über Oliva bis zu Graumelangen. Die Silhouetten sind eher körpernah, aber bequem. Ein schlankes Wirkprogramm rundet die Kollektion ab. Die Preisspanne beginnt bei 119 Euro für Poloshirts und endet bei 249 Euro für Strickwaren in 100 Prozent Seide.

Die Kollektion kann ab 20. Januar 2022 in den Showrooms sowie online im Händlerportal geordert werden.