BTE: „Schluss-Verkauf auf Sparflamme“

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Leere Lager

Auch im zweiten Corona-Jahr steht der Handel vor einer besonderen Situation im Schlussverkauf. Wie der Kölner Handelsverband mittelt, liegen anders als noch vor 12 Monaten, als die Lager im Handel als Folge des Lockdowns in der Regel überquollen, die Restbestände nach BTE-Recherchen in vielen Textil- und Schuhhäusern unter dem üblichen Wert. Als Gründe führt der Handelsverband an, dass viele Händler im Lockdown-Frühjahr 2021 wegen der unsicheren Corona-Entwicklung beim Einkauf der Herbst/Winterware zurückhaltend gewesen seien. Zum anderen habe es wegen der weltweiten Probleme bei Produktion und Transport zum Teil erhebliche Ausfälle bei der Warenauslieferung gegeben. „Vor allem in der ersten Saisonhälfte traf damit eine recht gute Kundennachfrage auf ein deutlich geringeres Warenangebot, so dass die Restbestände im Textil- und Schuhhandel aktuell merklich unter dem Niveau der Vorjahre liegen dürften“, sagt Axel Augustin, Sprecher des BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren.

Dies spiegele sich auch im Reduzierungsverhalten wider. Rabattaktionen vor Weihnachten seien eher die Ausnahme gewesen, umfangreichere Sale-Plakatierungen erst seit Anfang Januar vor allem bei den Großfilialisten zu beobachten. Etliche mittelständische Händler hielten sich aktuell noch zurück und würden nach Einschätzung des BTE wohl auch weiterhin keine oder kaum sichtbare Preisaktionen starten. Angesichts dieser Ausgangslage rechnet der BTE in diesem Jahr mit einem Winter-Schluss-Verkauf „auf Sparflamme“. Der Verband rechnet damit, dass die weltweiten Preissteigerungen spätestens ab Jahresmitte auch im Textil- und Schuhbereich bemerkbar machen werden.