„Ich liebe Individualismus“

Beim Italiener

„Es wird cool, wir werden alpin und es wird laut geknallt.“ Der BALDESSARINI-Chef Florian Wortmann über die kommende Wintersaison. ©BALDESSARINI

Autor: Markus Oess
Wir haben den BALDESSARINI-Chef Florian Wortmann beim Italiener getroffen. Natürlich ging es ums Essen – und Mode. Wortmann über guten Geschmack und göttlichen Beistand. 

FT: Flo, wir sitzen bei deinem Lieblingsitaliener, wie sieht es mit Italienisch aus? Geht da mehr als die Speisekarte?
Florian Wortmann: „So isses. Einen guten Italiener erkennst du an seiner Tomatensoße und die ist fantastisch. Wir sind hier in Köln, da spricht auch der gute Italiener Kölsch. Aber um die Frage zu beantworten: solo un po di più.“

Wenn wir dabei sind: dein Lieblingsessen?
„Gegrillter Pulpo und dazu ein Glas Lugana Cà dei Frati.“

Was wäre für dich heute der größte Fauxpas, modisch, meine ich?
„Gibt es die noch? Ich liebe Individualismus und wer weiß schon, ob die Fauxpas von heute nicht schon morgen Trend sind?“

Wie viele Leute denken, BALDESSARINI sei eine italienische Marke?
„Ich kenne keinen persönlich.“

Mal so gefragt: Was ist deutsch, was italienisch?
„Zugegeben, der Name klingt italienisch und was die Marke damit verbindet, sind die Lebensfreude und der schöne Geschmack. Geschmack ist keine Demokratie. Deutsch sind die Verbindlichkeit, die Qualität und die Lieferfähigkeit, wir können dazu auch Handschlagqualität sagen.“

Du wolltest eine BALDESSARINI-Community aufbauen, neue Zielgruppen erreichen. Wo seid ihr da heute?
„Wir sind schon ein gutes Stück vorangekommen. Heute spricht auch die Gen Z über und mit uns.“

Und was erzählt man sich gerade, im BALDI-Kiez?
„Gepard, Gepard – Schnelligkeit siegt.“

Ihr macht auch viel mit Influencern, irgendwelche Präferenzen?
„Tatsächlich haben wir in dem Bereich einiges angestoßen. Persönliche Präferenzen habe ich keine. Wie überall gilt: Qualität und Kontinuität zahlen sich aus.“

„Zugegeben, der Name klingt italienisch und was die Marke damit verbindet, sind die Lebensfreude und der schöne Geschmack. Geschmack ist keine Demokratie.“

Stell dir vor, um BALDI in den Modehimmel zu bringen, bräuchtest du göttlichen Beistand, wer wäre der religiöse Beistand deiner Wahl?
„Der Dalai Lama.“

Und wenn es das Showbiz wäre?
„Olli Schulz und Harald Schmidt. Helge Schneider ginge auch.“

BALDI machte Womenswear, was wäre das Topmodell?
„Ein Jumpsuit.“

Und für Kidswear?
„Panda wäre cool, vegane Sneaker und Jacken. Für Kids muss es auch auf dem Matschplatz passen.“

Zum Schluss wird es ernst, was hast du dir mit der Marke für die kommende Saison Herbst/Winter 2023/2024 vorgenommen?
„Es wird cool, wir werden alpin und es wird laut geknallt.“