KI für Blöde?

ChatGPT

Kann es die Maschine besser? ©Sandra Koch auf pixabay

Autor: Markus Oess
Wer schreibt, der bleibt. Beim Skat wird gerne mal ein Spruch rausgehauen, wenn ein enges Spiel durchgebracht wird. Jetzt hatte die KI für helle Aufregung gesorgt, als mit dem neuen Coup von ChatGPT das Tor zur Unwissenheit und allem Übel weit aufgestoßen zu sein scheint. Und schon gehen die Diskussionen los, wie Schüler sich durchmogeln und Maschinen ihre Hausarbeiten ersetzen oder wie der Beruf des Journalisten dem Niedergang geweiht scheint, da künftig die KI das Schreiben von Artikeln übernimmt. Wirklich? Wir haben es getestet und zwei Texte nebeneinandergestellt: Welcher stammt von ChatGPT, welcher von Menschenhand? Stimmen Sie ab!

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Text a: Fluch oder …

„In der heutigen schnelllebigen Welt ist es wichtiger denn je, dass Informationen schnell und effizient verarbeitet werden. Daher ist es verständlich, dass viele Menschen nach automatisierten Lösungen suchen, wie zum Beispiel ChatGPT. Dieses KI-Modell ist in der Lage, große Mengen an Texten in kurzer Zeit zu generieren. Doch leider ist es für den Journalismus ungeeignet. Hier sind einige Gründe, warum.

Fehlende journalistische Integrität: Integrität ist eines der wichtigsten Prinzipien des Journalismus. Journalisten müssen unabhängig und neutral berichten, um ihre Leser mit korrekten und akkuraten Informationen zu versorgen. ChatGPT hat keine journalistische Integrität, da es nicht in der Lage ist, eigene Meinungen zu haben oder Bias zu erkennen. Daher kann es ungenaue oder sogar falsche Informationen generieren.

Mangelnde Recherchefähigkeiten

Mangelnde Recherchefähigkeiten: Ein weiteres wichtiges Merkmal des Journalismus ist die Recherche. Journalisten müssen in der Lage sein, Informationen aus verschiedenen Quellen zu sammeln und zu bewerten, um sicherzustellen, dass ihre Berichte korrekt und akkurat sind. ChatGPT kann jedoch nicht recherchieren, sondern generiert seine Texte basierend auf den Daten, die es während seiner Schulung erhält. Daher kann es veraltete oder falsche Informationen enthalten.

Keine menschliche Perspektive: Ein weiteres wichtiges Merkmal guten Journalismus ist die menschliche Perspektive. Journalisten müssen in der Lage sein, Empathie zu zeigen und die Perspektiven ihrer Interviewpartner zu verstehen. ChatGPT hat jedoch keine Emotionen oder Gefühle und kann daher keine menschliche Perspektive einnehmen. Dies führt zu einem Mangel an Tiefe und Verständnis in den Geschichten, die es generiert. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ChatGPT für guten Journalismus ungeeignet ist. Es fehlt ihm an journalistischer Integrität, Recherchefähigkeiten und der Fähigkeit, eine menschliche Perspektive einzunehmen. Guter Journalismus erfordert menschliche Scharfsinnigkeit und Empathie, die ChatGPT nicht bieten kann.“

Text b: … Segen?

„ChatGPT, das von OpenAI entwickelte große Sprachmodell, hat das Potenzial, ein wertvolles Werkzeug für Journalisten zu sein. Hier sind ein paar Gründe, warum: 

Zeitersparnis: Eine der größten Herausforderungen bei der Recherche für Artikel ist die Beschaffung von Informationen. ChatGPT kann Journalisten Zeit sparen, indem es ihnen auf eine schnelle und einfache Weise Informationen liefert. Es kann Fragen beantworten und Daten bereitstellen, die sonst schwer zu finden wären.

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Genauigkeit: ChatGPT wurde mit einer enormen Menge an Daten trainiert, was es ihm ermöglicht, Informationen mit einer hohen Genauigkeit bereitzustellen. Journalisten können sich auf die von ChatGPT gelieferten Informationen verlassen, ohne sie selbst manuell zu überprüfen, was Zeit und Ressourcen spart.

Kosteneffizienz 

Vielfalt: ChatGPT kann in viele Sprachen übersetzt werden, was es Journalisten ermöglicht, ihre Arbeit auch in Regionen zu vervollständigen, in denen sie nicht fließend sprechen. Dies kann besonders hilfreich sein, wenn es darum geht, Informationen über lokale Themen oder Ereignisse zu sammeln.

24/7-Verfügbarkeit: ChatGPT ist rund um die Uhr verfügbar und kann Fragen jederzeit beantworten. Dies bedeutet, dass Journalisten ihre Arbeit jederzeit fortsetzen können, ohne auf die Verfügbarkeit von Informationsquellen warten zu müssen.

Kosteneffizienz: Im Vergleich zu anderen Recherchemethoden kann die Verwendung von ChatGPT für Journalisten kosteneffizient sein. Es erfordert keine zusätzlichen Ressourcen oder technischen Fähigkeiten und kann einfach über eine Benutzeroberfläche genutzt werden.

Insgesamt kann ChatGPT ein wertvolles Werkzeug für Journalisten sein, indem es Zeit und Ressourcen spart, die Genauigkeit von Informationen verbessert und jederzeit verfügbar ist. Es bietet auch eine kosteneffiziente Möglichkeit, Informationen zu sammeln und Artikel zu vervollständigen.“

Stimmen Sie ab:

Welcher der beiden Artikel wurde mit ChatGPT erzeugt?

Die Auflösung gibt es hier