DIHK fordert „Jahr der echten Reformen“

Dr. Helena Melnikov ©DIHK / Trang Vu

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Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) sieht nach den vorläufigen BIP-Zahlen für 2025 nur eine leichte Entspannung. Nach zwei Rezessionsjahren sei 2025 ein „Mini-Wachstum“ erreicht worden, erklärt DIHK-Hauptgeschäftsführerin Dr. Helena Melnikov. „Zu Jahresbeginn gibt es zumindest den Hoffnungsschimmer, dass wir die Talsohle endlich erreicht haben“, sagt sie. Die jüngsten Industriezahlen wertet Dr. Melnikov als Hinweis auf eine Stabilisierung, betont aber: „Es liegt allerdings noch ein weiter Weg vor uns, bis wir einen echten Aufschwung sehen werden.“

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Aus Sicht der DIHK brauche es 2026 deutlich stärkere wirtschaftspolitische Maßnahmen. Dr. Melnikov fordert: „Auf den Herbst der Reförmchen muss jetzt ein Jahr der echten Reformen folgen“, damit Unternehmen verlorene Wettbewerbsfähigkeit zurückgewinnen. Betriebe würden weiter durch hohe Kosten, Berichtspflichten und lange Verfahren gebremst. Die DIHK nennt als zentrale Hebel Entlastungen bei Energiekosten und Steuern, einen „radikalen“Bürokratieabbau sowie schnelleres Tempo bei Infrastruktur- und Genehmigungsprojekten. Damit sollten private Investitionen wieder stärker angereizt werden.