Statistik
Der deutsche E-Commerce ist 2025 erstmals seit 2021 wieder in allen Quartalen gewachsen. Der Brutto-Umsatz im Handel mit Waren stieg auf 83,1 Milliarden Euro (Vorjahr: 80,6 Milliarden Euro). Das entspricht einem Plus von 3,2 Prozent und liegt über der Prognose von 2,5 Prozent. Digitale Dienstleistungen wuchsen um 7,3 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro. Insgesamt „kratzt“ die Branche damit wieder an der 100-Milliarden-Euro-Grenze.
Für 2026 erwarten der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) und das Kölner EHI Retail Institute trotz schwieriger Rahmenbedingungen ein nominales Wachstum von 3,8 Prozent im E-Commerce mit Waren. „Der Onlinehandel ist ein seltener Lichtblick in der deutschen Wirtschaft“, sagt bevh-Präsident Gero Furchheim. Gleichzeitig bremsten geopolitische Konflikte, innenpolitische Instabilität und die Schwäche deutscher Schlüsselindustrien ein stärkeres Wachstum.
Im Kaufverhalten bleibt der Anteil der Vielkäufer stabil: 34,2 Prozent bestellen durchschnittlich zweimal wöchentlich oder öfter. Der durchschnittliche Bestellwert stieg von 144,12 auf 146,19 Euro. Die Kundenzufriedenheit liegt bei 96,2 Prozent.
Größte Gewinner waren Medikamente (+6,0 Prozent), Lebensmittel (+5,5 Prozent) und Tierbedarf (+5 Prozent). Mode legte um 3,5 Prozent zu. Marktplätze wuchsen um 4,9 Prozent und stehen für 56 Prozent Umsatz. Allerdings: Plattformen wie Shein, Temu und AliExpress legten um 27,2 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro zu und stehen für 30 Prozent des Wachstums.




