DIHK: Wirtschaft tritt weiter auf der Stelle

Dr. Helena Melnikov ©DIHK / Trang Vu

Konjunkturumfrage

Die deutsche Wirtschaft tritt 2026 weiter auf der Stelle. Das geht aus der Konjunkturumfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) unter rund 26.000 Unternehmen hervor. Geopolitische Unsicherheiten, hohe Standortkosten und eine schwache Inlandsnachfrage belasten die Betriebe. Der DIHK-Stimmungsindex steigt leicht um zwei Punkte auf 95,9 Zähler und liegt damit deutlich unter dem langjährigen Mittel von 110 Punkten. Nur ein Viertel der Unternehmen bewertet seine Geschäftslage als gut, ebenso viele als schlecht. 31 Prozent wollen ihre Investitionen kürzen, lediglich 23 Prozent planen höhere Ausgaben. Die privaten Investitionen liegen nach DIHK-Angaben elf Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau.

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„Auf Basis dieser Zahlen rechnen wir 2026 mit einem schwachen Wachstum von einem Prozent, das zu einem großen Teil auf Statistik- und Kalendereffekten beruht“, sagt DIHK-Hauptgeschäftsführerin Dr. Helena Melnikov. „Mit angezogener Handbremse kommen wir aus dem Tal nicht heraus.“ 2026 müsse das Jahr echter Reformen werden, fordert die DIHK.