Milliardenforderungen
Der Insolvenzverwalter der SIGNA Holding GmbH, Dr. Christof Stapf, hat seinen sechsten Bericht beim Handelsgericht Wien eingereicht. Demnach sind alle Sachverwertungen, der Verkauf der meisten Beteiligungen sowie die Betreibung der Aktivforderungen abgeschlossen. Zudem wurden zusätzliche Erlöse aus Anfechtungen in Höhe von rund 8,7 Millionen Euro erzielt. Aktuell sind Anfechtungsansprüche von über 160 Millionen Euro gerichtlich anhängig. Die Prüfung der Zahlungsflüsse wurde auf die großen SIGNA-Gesellschaften ausgeweitet, in Kooperation mit den Ermittlungsbehörden. Aus der Verwertung von Fahrnissen, Domains und Markenrechten wurden rund 10 Millionen Euro eingebracht. Die Nutzung der Marke SIGNA ist für fünf Jahre gesichert.
Die angemeldeten Aktivforderungen belaufen sich auf rund 200 Millionen Euro, wobei die tatsächlichen Zuflüsse von den Quotenausschüttungen aus den Insolvenzverfahren der SIGNA Development Selection AG und SIGNA Prime Selection AG abhängen. Im Verfahren sind aktuell 451 Forderungen mit einer Gesamtsumme von rund 8,39 Milliarden Euro angemeldet, davon 2,76 Milliarden Euro anerkannt und 5,64 Milliarden Euro bestritten.

