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Die Kauflaune der Deutschen hat sich zur Jahresmitte spürbar verbessert. Die Umsätze im Onlinehandel wuchsen im zweiten Quartal um 5,1 Prozent, im gesamten ersten Halbjahr um 4,3 Prozent, meldet der E-Commerce-Verband bevh. „E-Commerce ist zur wichtigsten Stütze des deutschen Handels in diesem äußerst schwachen Konsumumfeld geworden“, sagt Martin Groß-Albenhausen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des bevh. „Ob reine Onlinehändler, Multichannel-Anbieter oder Händler auf Marktplätzen: Alle konnten im zweiten Quartal an diesem Wachstum teilhaben“, sagt er.
Der Modehandel steigerte sein Umsatzplus online auf 4,4 Prozent, nach 3,6 Prozent im ersten Quartal. Deutlich zurück bleiben die Cluster Unterhaltung und Einrichtung mit jeweils 2,7 Prozent. Weiter zulegen konnten asiatische Plattformen wie Temu, Shein und AliExpress: Ihr Anteil am gesamten E-Commerce-Umsatz liegt zur Jahresmitte bei 5,3 Prozent, im Online-Modehandel bereits bei mehr als 16 Prozent der Bestellungen. Vom neuen 3-Euro-Pauschalzoll auf Sendungen unter 150 Euro aus Drittstaaten erwartet der bevh wenig Wirkung. „Die Anbieter haben bereits begonnen, eigene Logistikstrukturen innerhalb Europas aufzubauen“, sagt Alien Mulyk, seit 1. Juli neue Hauptgeschäftsführerin des bevh.

