Studie: Wachsende Lust auf Künstliche Intelligenz

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Autor: Markus Oess

„Fashion-Einzelhändler werden in den nächsten zwei Jahren verstärkt in Künstliche Intelligenz (KI) investieren“,  teilt Apptus, ein Anbieter von High Performance Computing, Suche und Navigation, Empfehlungen sowie Online-Verhaltensanalyse mit. Apptus verweist auf gleich zwei Umfragen, die das Unternehmen in Zusammenarbeit mit IMRG und Hive durchgeführt hat.

Die IMRG Benchmark Studie belege: „52 Prozent wollen in den nächsten 12 Monaten in Künstliche Intelligenz für ‚Online-Merchandising’ investieren; weitere 19 Prozent wollen in den darauffolgenden 12 Monaten nachziehen; weniger als ein Drittel plant, nicht in Künstliche Intelligenz zu investieren.“  Die von Hive durchgeführte Studie habe zudem ergeben, dass die priorisierten Einsatzfelder bei Investitionen in KI für die Einzelhändler im Online-Merchandising und Personalisierung lägen. „Nach dem Ranking der relevanten Bereiche ihres Unternehmens gefragt, die auf einer Skala von eins bis zehn am meisten von der Automatisierung mithilfe künstlicher Intelligenz in den kommenden drei bis fünf Jahren profitieren werden, bewerteten die Befragten Personalisierung mit 7,9 und Online-Merchandising mit 7,8. Im Vergleich dazu wurde der Kundenservice nur mit 5 von 10 Punkten bewertet.“

Interessant: Das Rennen der Fashionhändler, um den Sieg bei der Einführung von Künstlicher Intelligenz, werde von einem wachsenden Bewusstsein begleitet, dass der jetzige, manuelle Umgang mit Online-Merchandising und der Ausspielung von Artikeln sinkende Erträge zur Folge habe. „ Die Conversion-Rate nimmt ebenso wie die Kundenloyalität ab, während die Zahl der abgebrochenen Warenkörbe steigt.“  Die Forschungen von IMRG hätten ergeben, dass „weniger als ein Drittel der Online-Fashionretailer die Ausspielung der Artikel in Echtzeit an die aktuellen Trends anpassen können. 63 Prozent sagten, dass dies Stunden oder Tage dauern würde, 5 Prozent gaben an, es gar nicht zu können 90 Prozent berichteten, dass sie Probleme damit haben, Personen mit den entsprechenden Fähigkeiten für ihr Merchandising-Team einzustellen, allgemein bewerteten die Befragten ihre Merchandising-Möglichkeiten im Schnitt mit 6,5 von 10 Punkten an, wenn es darum geht, mit dem Tempo des modernen Fashion-Einzelhandels mitzuhalten.“ 

Parallel habe die Studie von Hive gezeigt, dass die Probleme mit der Einführung von KI überwiegend mit der Notwendigkeit zusammenhingen, den Kunden eine außergewöhnliche Customer Experience zu vertretbaren Kosten zu bieten: „67 Prozent der Befragten gaben an, dass die Künstliche Intelligenz die Effizienz in Ihrem Unternehmen verbessert hat; 62 Prozent gaben an, dass sie ihnen ermöglichen würde, eine verbesserte Customer Experience anzubieten;  58 Prozent gaben an, dass sie durch die Künstliche Intelligenz Big Data effektiver nutzen könnten, · weniger als die Hälfte (49 Prozent) verwiesen auf Kostensenkungen.“

Florian Lüft, Vice-President of Sales D/A/CH bei Apptus hat für die Online-Riesen Handlungsbedarf ausgemacht: „Online-Fashionretailer mit großen Sortimenten haben massive Probleme, jedem Kunden eine für diesen relevante Customer Experience anzubieten, ohne mit massiven Kosten, massivem Aufwand und negativer Auswirkung auf die Abverkäufe konfrontiert zu sein. Gleichwohl ist es Fakt, dass der in der Praxis etablierte Ansatz eines manuellen Merchandising hier Teil des Problems und nicht Teil der Lösung ist.“