„Fucking personal“

HANSEN

Fashion from Denmark (Bilder: HANSEN)
Autor: Markus Oess

Seit sieben Jahren gibt es das dänische Premium-Label HANSEN. Das Design sei sehr persönlich, sagt Sales Director Per Chrois Hansen. Weltweit verkaufen inzwischen 70 Stores die skandinavische Marke. Hierzulande soll die Anzahl von 20 innerhalb der nächsten drei, vier Jahre verdoppelt werden.

Modeliebhaber: Per Chrois und Ehefrau Aase Helena Hansen

Hansen is fucking personal“, sagt Per Chrois Hansen. Er muss es wissen. Denn er ist nicht allein Mitinhaber des Labels, sondern auch der Ehemann der Chefdesignerin Aase Helena Hansen. Das dänische Label ist noch nicht allzu lange auf dem Markt. 2010 gegründet, beliefert Hansen weltweit um die 70 Händler, darunter 14 oz. (Berlin), bubeundkönig, Nürnberg, Indigo Room, Leipzig, Tenue des Nîmes, Amsterdam (Niederlande) und Unionmade, San Francisco (Kalifornien/USA).

In Deutschland sind die Dänen 2011 mit der Belieferung von Trüffelschwein, Berlin, gestartet. Inzwischen verkaufen hierzulande rund 20 Händler das dänische Label. In den kommenden drei, vier Jahren soll sich deren Zahl verdoppeln. Aber das sei dann auch genug. „Wir schauen lieber nach neuen Märkten, als in Regionen verstärkt reinzuverkaufen, wo wir gut funktionieren“, sagt Per Chrois.

Hansen arbeitet mit natürlichen Materialien und kombiniert Ansätze von Workwear mit sartorialen Elementen und schafft so seinen ganz eigenen Look. Produziert wird komplett in Europa (Portugal, Polen, Rumänien und Bulgarien, hin und wieder auch in Dänemark selbst). Die Designerin Aase Helena vergleicht ihre Kollektionen mit Malerei oder Musik. Mit jungen sieben Jahren Marktgeschichte lässt sich nun schwerlich eine eigene Heritage beanspruchen, aber das Konzept folge der Geschichte des nordischen Designs, seinen Traditionen, seinen Werten und seiner Ästhetik, betont Aase Helena gegenüber FT.

Direkte Wettbewerber will sie nicht ausmachen, generell wachse die Intensität des Konkurrenzkampfes um die Gunst der Verbraucher. Auch bei den Kalkulationen und den Preisen bleibt die Designerin ziemlich vage. Eine Hose kostet um die 185 Euro, ein Blazer ab 290 Euro, Hemden zum Beispiel 145 Euro aufwärts. Immerhin: Wenn schon ein bestimmter Endkunde genannt werden müsse, dann sei das der kreative Profi. Die Kollektion selbst bietet Komplettlooks vom Shirt bis zum Anzug, je nachdem im Schwerpunkt mal mehr casualig oder mehr angezogen.

Neben der Pitti war das Label im vergangenen Sommer auch auf der Selvedge Run in Berlin zu sehen. „Die Händler schätzen die Konsistenz unseres Konzeptes. Wir legen größten Wert auf Design und Qualität“, meint Per Chrois. Inzwischen gibt es auch einen Brand Store in Kopenhagen. „Unsere Kunden mögen einfache Styles und bevorzugen Kleidung, die genauso gut privat wie beruflich getragen werden kann.“