TOM TAILOR GROUP: BONITA ist verkauft

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21.03.2019

Jahresabschlusses wegen „organisatorischen und zeitlichen Mehraufwänden“ verschoben

Die TOM TAILOR Holding SE hat einen Kaufvertrag über den Verkauf des Tochterunternehmens BONITA GmbH an die niederländische Victory & Dreams International Holding B.V. unterschrieben. Das teilen die Hamburger mit. Über die Konditionen der Veräußerung sei Stillschweigen worden. Der Vollzug der Transaktion stehe noch unter den üblichen Vorbehalten, insbesondere der kartellrechtlichen Genehmigung. „Der Verkauf von BONITA ist ein wichtiger Schritt für die TOM TAILOR Group. Wir schaffen damit klare Verhältnisse, setzen Kapazitäten frei und können uns künftig voll auf das profitable Wachstum der Kernmarke TOM TAILOR konzentrieren. Diese hat sich auch im vergangenen Jahr in einem für die gesamte Branche schwierigen Umfeld gut behauptet und liegt beim Ergebnis voll innerhalb der Erwartungen“, sagt Dr. Heiko Schäfer, Vorsitzender des Vorstands der TOM TAILOR Holding SE. BONITA befinde sich in einem herausfordernden Restrukturierungsprozess. Trotz Fortschritte sei TOM TAILOR nicht der ideale Eigentümer für BONITA.

„Wir sind der Überzeugung, dass sich BONITA in der Eigentümerschaft eines strategischen Investors erfolgreich weiterentwickeln kann. Dabei ist uns wichtig, dass die Victory & Dreams International Holding ein Weiterführungskonzept für die Marke und den Standort in Hamminkeln vorgestellt hat. Die Marke passt zum Portfolio von Victory & Dreams International Holding und wird insbesondere in Zusammenarbeit mit dem Filialisten Witteveen, der Teil der Gruppe ist, ihr volles Potenzial entfalten können“, sagt Thomas Dressendörfer, CFO der TOM TAILOR Holding SE. Die TOM TAILOR Holding SE hatte die Marke BONITA 2012 erworben.

Außerdem legt die TOM TAILOR Holding SE den Jahresabschluss 2018 erst im Laufe des Aprils 2019 und nicht am 21. März 2019. „Grund dafür sind organisatorische und zeitliche Mehraufwände, die durch die im Februar durchgeführte Kapitalerhöhung sowie die erstmalige Anwendung des Bilanzierungsstandards IFRS 5 entstanden sind“, heißt es zur Begründung.

Mitte Februar wurde bekannt, dass der chinesische Großaktionär Fosun die Hamburger übernehmen wird. Dressendörfer sagte, Fosun sei ein „starker strategischer Partner“. Kurz davor gab der Vorstand bekannt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats die Durchführung einer Kapitalerhöhung von 10 Prozent durchzuführen.