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Cooperation not Competition

Store Check

Gleich drei gleichberechtigte Köpfe arbeiten an der inhaltlichen Stoßrichtung des Ladens. (alle Bilder © Peter Wolff, Steffen Eberhardt)

Autor: Andreas Grüter

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Wer in Zeiten, da der inhabergeführte Einzelhandel konsequent totgeschrieben wird, einen neuen Laden eröffnet, muss entweder ein hoffnungsloser Idealist sein oder ein verdammt gutes Konzept in der Tasche haben. Dass auch die Kombination aus beidem durchaus hilfreich sein kann, beweisen die Macher des mer. Stores, der neuen Shopsensation im Frankfurter Nordend.

Mode, Möbel und Accessoires sind die Ingredienzien des klassischen Conceptstore-Modells, die sich auch auf den gut 100 Quadratmetern Verkaufsfläche des mer. Stores wiederfinden. Wo jedoch in der Regel lediglich ein einzelner Inhaber sein Sortiment mit feinem Händchen für die richtigen Zutaten zusammenstellt, arbeiten mit Paul David Rollmann, Steffen Eberhardt und Vatsala Murthy gleich drei gleichberechtigte Köpfe an der inhaltlichen Stoßrichtung des Ladens. Verderben zu viele Köche da nicht den Brei? „Regelmäßige Diskussionsrunden bleiben bei so einem Projekt natürlich nicht aus. Da geht es dann sowohl um neue Präsentationsideen als auch ganz profan um den Putzplan. Grundsätzlich ist unsere Idee, was der mer. Store sein soll, aber die gleiche und das ist das Wichtigste“, erklärt Rollmann.

Aus drei mach eins

mer. – der Name setzt sich nicht nur aus den Anfangsbuchstaben der Familiennamen seiner Protagonisten zusammen, sondern steht klangbildlich natürlich auch für das Meer. Eine Assoziation, die von den blau gestrichenen Wänden unterstützt und von weißen Präsentationsmodulen mediterran aufgefangen wird. Darüber hinaus ist mer. aber auch der Ankerplatz für drei Flagships in einem. Während Rollmann hier die nachhaltig produzierten Taschen und Bekleidungsteile seiner Airbag Craftworks-Kollektionen sowie Musikalisches des hauseigenen Plattenlabels Workshop zeigt, präsentiert Murthy ausgesuchte Produkte ihrer Indian Goods Company – zeitgenössische indische Fashion- und Accessoires-Pieces mit ökologischem Anspruch und ohne die gängigen Ethno-Klischees. Der Architekt und Tischler Eberhardt rundet das Programm mit lokal gefertigten Möbelentwürfen von Eberhardt Objects ab. „Steffen und ich sind schon lange befreundet und haben immer mal wieder zusammengearbeitet. Als sich dann die Möglichkeit eines Ladenprojekts bot haben wir uns mit Vatsala als Dritte im Bunde zusammengesetzt und schließlich Nägel mit Köpfen gemacht“, erzählt Rollmann. Der Umbau des ehemaligen Klaviergeschäfts, für den Steffen das gesamte Raumkonzept entwickelte, zog sich dann über gute zwei Monate und am 14. Mai 2019 wurde schließlich eröffnet.

Alle für Alle

Für alle drei wichtig ist der Community-Gedanke, der interne Konkurrenzkämpfe ausschließt. „Wir bespielen den Laden komplett demokratisch, wechseln uns bei der Arbeit hinter der Theke ab und müssen natürlich auch bestens über die Produkte der anderen Bescheid wissen, um sie wirklich gut verkaufen zu können. Ich finde das ziemlich spannend.“ Neben samstäglichen Vinyl only-Sessions mit wechselnden DJs soll das kulturelle Leben des Nordends zukünftig in unregelmäßiger Regelmäßigkeit mit Events wie Filmvorführungen oder Lesungen bereichert werden.

mer.
Jahnstr. 60 – 62
60318 Frankfurt

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Öffnungszeiten
Mittwoch bis Freitag 12.00 – 20.00 Uhr
Samstag 11.00 – 18.00 Uhr
www.merstore.de

 

www.airbagcraftworks.com

www.eberhardtobjects.com

www.indiangoodscompany.com