HAKRO erhält „Grünen Knopf“

©HAKRO

„Sehen im Grünen Knopf viel Potenzial.“

Der Anbieter für Corporate Fashion in Deutschland HAKRO will eines der nachhaltigsten Unternehmen in seiner Branche werden und nennt bereits zahlreiche Zertifikate und Siegel sein Eigen. Seit März ist auch das staatliche Siegel Grüner Knopf dazugekommen, teilt das Unternehmen mit. Das Siegel verlangt festgelegte Anforderungen an das Produkt (26 Kriterien) und an das Unternehmen (20 Kriterien), das seine Sorgfaltsplichten nachweisen muss.

Das BMZ hatte den Grünen Knopf im September 2019 vorgestellt. HAKRO beantragte das Siegel, das im September 2019 vorgestellt wurde, „erst nach ausgiebiger und kontroverser interner Diskussion“. Denn es decke in seiner Einführungsphase bis Ende Juni 2021 noch nicht die gesamte Lieferkette ab, sondern nur die letzten beiden Schritte der Verarbeitung. „Der Grüne Knopf erkennt Nachhaltigkeitssiegel nach ihrer bestehenden Logik an. Jedoch ist die Voraussetzung für z.B. das GOTS-Zertifikat, dass ein Produkt nicht nur in den letzten beiden Verarbeitungsschritten, sondern über die gesamte Lieferkette hinweg zertifiziert sein muss“, sagt Jochen Schmidt, Teamleiter Qualität, Werte & Nachhaltigkeit bei HAKRO. „Unsere Kollektionslinie Organic darf also den Grünen Knopf tragen, weil sie GOTS-zertifiziert ist.“

Für HAKRO stelle sich die Frage, welchen Mehrwert der Grüne Knopf bringe, wenn er nur als ein Zweitsiegel zu anderen Standards und Siegeln wie z.B. GOTS angebracht werden könne. Positiv bewertet werde, dass der Grüne Knopf als übergreifendes staatliches Siegel dem Verbraucher den gezielten Einkauf von ökologisch und sozial nachhaltig hergestellten Textilien erleichtern wolle. „In der öffentlichen Beschaffung wird das Nachhaltigkeitssiegel sicher noch eine wichtige Rolle spielen“, sagt Jürgen Pruy, Leiter Vertrieb und Partnerschaften bei HAKRO. Das Unternehmen sieht im Grünen Knopf die wichtige Botschaft an die Textilindustrie, Nachhaltigkeit gemeinschaftlich anzugehen. „Kein Nachhaltigkeitssiegel ist perfekt und schon gar nicht von Anfang an. Wir sehen im Grünen Knopf noch viel Potenzial. Selbst mitgestalten können wir diesen Entwicklungsprozess am besten, wenn wir als zertifiziertes Unternehmen mitmachen“, sagt Schmitt.